Die Gestrigen und Lästrigen

Heute ist es wieder passiert und ich muss meinem Ärger Luft machen.

Vielleicht kann ich auch eine Serie „Aufreger des Alltags“ etablieren.

Generationen- und Klassenunterschiede in der Kinderaufzucht und daraus resultierende Probleme

Sicher gibt es irgendwo ein echtes Traktat darüber, denn es muss sich einfach um eine ewige wissenschaftlich belegbare Sache handeln. Jedes Elternteil, besonders wenn es öfter allein mit Kind das Haus verlässt, könnte vermutlich ein Buch darüber schreiben.  So auch ich, und ich weiß kaum, womit anzufangen : )

Erschwerend habe ich noch so eine  Montagsloch-Problematik, dieser Unterschied von „Tagen, wo der Mann hilft und ich frühstücken kann sowie mit Erwachsenem reden“  zu mutterseelenalleinen Tagen ist für mich sehr hart. Ich gehe dann mehr oder weniger depressiv und meist mit schwerem Kopf und latenter Übelkeit in den Tag hinein und wünschte, die Nacht wäre irgendwie erholsamer gewesen.. Dann reicht mein Vormittagsenthusiasmus einfach nicht aus (bzw. die Resistenz gegenüber Übelkeitszunahme in der Straßenbahn) um in die „besseren“ Stadtteile zu fahren und dort die Zeit totzuschlagen.

Ich bleibe also im ungentrifizierten Plattenbaugebiet, der Wald dahinter ist ja ganz nett, hier schwindet mein Kopfschmerz ein wenig und meine Laune bessert sich ein wenig.. doch spätestens auf dem Rückweg passiert „es“ dann und ich grübel dann bis in den Nachmittag hinein darüber.

Wie gesagt, allein mit Kind(ern) ist mensch ein dankbares Ziel für Menschen, meist fortgesetztem Alters und/oder mit erstaunlicher Bildungsferne, die sich langweilen und kommunizieren wollen. Da ich mitunter auch ein soziales Bedürfnis habe, wäre es okay, kommunizierten sie mit mir – das tun die anderen, wenn sie auch allein unterwegs sind (manchmal ist es ja witzig, zb. heute: alte Dame: „Der Kleine hat ja nasse Socken“- ich erstaunt: „äh nein.. das ist so eine ABS-Schicht, so Gummi unten dran, nicht nass“, Dame, nix verstehend: „naja, heut ist es ja ein bisschen warm“), wenn sie aber zu zweit sind, lästern sie lieber, dann werde ich rastig, denn ich bin sehr feinhörig und verstehe immer mindestens die Hälfte. Dazu mehr in Teil 2.


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  1. 4. Oktober 2010

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