Gründe für V.6: das Ethische

Oft wird Veganismus auf ein bisschen Mitleid mit Tieren reduziert. Möglicherweise stimmt das bei einigen Wenigen, aber insgesamt natürlich nicht 🙂

Für mich sind aber die tiernutzenden Menschen in 2 Gruppen zu unterscheiden, bei der einen ist es (für mich zumindest) okay, bei der anderen nicht.

Gruppe 1: „unzivilisierte Menschen(völker)“: jagen Tiere mühevoll, mitunter mit menschlichen Verlusten, im Wesentlichen nur so viel Jagd, wie erforderlich, diverse Tierkörperteile unter großem Aufwand bearbeitet und immer wieder ausgebessert

Gruppe 2: „fortgeschrittene Zivilisation“, industrialisiert, haben Alternativen zur Benutzung von Tierkörpern, Haltung oft aus Spaß oder Beqeumlichkeit, keine Mühe für Endverbraucher, kein Respekt vor Lebewesen (schließt Pflanzen mit ein)- Wegwerfgesellschaft

Soll heißen: wenn jemand in karelischen Wäldern 3 h durch den Schneewald stapft, um sich einen Auerhahn zu schießen, ist das das mindeste, was ihn (und die Familie) berechtigen würde, den Hahn zu speisen – in abgelegenen Regionen kann das ökologischer sein, als dort einen Supermarkt aufzubauen und zu beliefern (hiesige Jäger haben aber genug Alternativen, sich zu ernähren und tun dies m.E. nur aus Hobbyspaß)

Plan der Zivilisations-Stufen

(eine abstrakte, von mir zusammengestellte Darstellung, alles sicher nicht philologisch und -sophisch super, aber hoffentlich zu verstehen)

  1. (früher): Menschenopfer für Götter, Kannibalismus, Neonatizide verbreitet
  2. (heute): Opfern von Tieren, Pflanzen oder Sächlichem; Anthropozentrismus
  3. (mögliche Zukunft): höherentwickelte Außerirdische (oder eigenständig gewordene Technik, oder Mutierte Affen, was weiß ich) nutzen auch Menschen zum Spaß oder als Verwertungsobjekte

Ich würde nicht von Höherentwickelten Lebewesen eingesperrt, geschwängert, vom Kind getrennt und gemolken werden (und das im 1-Jahreszyklus) wollen. [Beispiel Milchvieh, aber die anderen Beispiele wären ähnlich bäh]

Außerdem stört mich das respektlose Weg-Konsumieren. Einen Teil davon krieg ich noch nicht ganz weg, weil ich doch recht schwächlich den gesellschaftlichen Umflüssen ausgesetzt bin, aber einen Verbesserungsversuch kann mensch doch wagen.

Das bezieht sich nicht nur auf das Vermeiden überflüssiger Tierhaltung.

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  1. Der Auerhahn darf nicht gejagt werden weil er unter Naturschutz steht!

    • aber ist es auch in Finnland so ?
      Sicherlich nicht, sonst hätten die sich nicht dabei filmen lassen..

      • Hatte ich überlesen.
        Ich esse übrigens mittlerweile auch weniger Fleisch, ganz verzichten möchte ich nicht mehr darauf. Der Grund liegt allerdings ganz profan in der Sorge um meine Gesundheit, denn ich denke das wird niemand mehr abstreiten, dass industriell „produziertes“ (alleine dieses Wort drückt doch schon den fehlenden Respekt vor dem Tier aus) krank macht.

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