Abandonware: Season of Sakura: hihi

Hinter dieser ominösen Überschrift verbirgt sich eine

Empfehlung für ein kostenloses, den Januar-aufheiterndes-Ab16-Spiel

  • Man benötigt: einen Dos-Emulator, eine Downloadseite (z.B. diese) und ein Programm, das .rar-files entpackt
  • ein Screenshot von mir:
  • Wie man daran und anhand des Titels erkennt, ist dieses Spiel nichts für Japanhasser. Und vielleicht auch nichts für Feministinnen und Anti-Fantasten. Also Leute, die alles bierernst nehmen und nie Bier trinken, hoho.
  • Das Bild vermittelt uns u.a., dass der Protagonist Shuji heißt: der Spieler ist ein 16jähriger, athletischer Typ, der die Schule wechselt und von einer Schar Mädels heiß begehrt wird. Natürlich nur, weil die ihn für ihre jeweilige Sportmannschaft wollen. Oder ?
  • Vorn im Bild ist die Sake-trinkende Klassenlehrerin, die mich gar mächtig an Misato von Neon Genesis Evangelion erinnert. Auch Ruri, die in Kapitel 2 oder 3 dazustoßende verschüchterte Mitschülerin ähnelt einem NGE-Charakter, nämlich Rei Ayanami.
  • Genre: irgendwo zwischen Adventure, Dating-Sim, Softporno und E-book. Warum? – eigentlich kann der Spieler sehr wenig frei entscheiden. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten klickt man in 80% der Zeit durch den Text durch und die Herausforderung besteht höchstens im Finden des Textes eines Mädchens, der weiterführt. (bis zum Fund klickt man mitunter alle Aussagen und Gedanken zum 3. Mal durch). Wenn es zu den raren Momenten kommt, wo man eine echte Wahl hat, sollte vorher gespeichert werden, sonst passiert es wie mir:
    Shoko besucht mich zu Hause, um mitzuteilen, dass ich mich im Soccer nicht unbedingt so anstrengen muss, das wär schon okay so.. blabla… sie will mich massieren, das macht sie mit allen Soccerspielern, ich denke „klar“ und „ist das nicht die rosahaarige Nymphomanin, die alle anderen Girlies hassen?“ sie teilt mit, sie warte schon sooo lang, jetzt müsse es mal abgehen und entblößt schon mal eine Brust. Ich, in Gedanken an andere, chauvinistisch-arglose Spiele klicke „accept“ und beobachte die ulkige ab16-Sexszene (mit durchsichtigem Penis, hihi), um danach festzustellen, dass das Spiel hier endet- mit Kirschblüten, die über Shokos verliebtes Gesicht flattern.
  • ein Blick in die beigelieferte russische Textdatei offenbart: dieses Spiel ist nicht so polygam wie all die anderen- wer eine Mausi flachlegt, den wollen die anderen nicht mehr, das macht ja auch psychologisch Sinn.
  • Die Musik ist lustig bis nervig und daher genau das Richtige für graue Januar-Tage.
  • Empfehlung für alle, die Bock auf harmlose Schülereskapaden haben und gerne oft Tasten drücken. Mit der Maus ist nämlich nicht viel zu wollen, man benutze retromäßig Enter und Pfeiltasten.
  • Zum Starten des Spiels die Batch-Datei „Saku-FM“ auf die DOS-Bos ziehen, zum Speichern im Spiel Esc in einem Auswahlmenü drücken.
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  1. Na ja wers mag. Erinnert mich sehr stark an Leisure Suit Larry aus den 80er/Anfang 90er.

    • aber der Larry ist doch ein Zuhälter?
      Der Shuji hingegen ist ein netter, der kennt auch Selbstzweifel.

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