Das Hundekot-Diktat und Ideen dagegen

Hier und heute lasse ich mich endlich über ein Thema aus, das mir schon lange am Herzen liegt, pardon: am Schuh klebt.

Die wurstigen Exkremente waschechter Wursthunde

Jaja, das Thema ist ein wenig abgedroschen und so viele haben sich schon darüber aufgeregt, aber ich muss es auch nochmal tun, denn :
ich lasse mir nur ungern meine Lebenswege von den Ausscheidungen der fleischfressenden Schoßtierchen fauler oder inkompetenter Mitmenschen vorschreiben ! Da es sich also um ein freiheitliches Anliegen handelt, ist mein Ansinnen keineswegs bieder oder spießig. 

Ich fordere:
DNA-Erfassung jedes Hundes gleichzeitig bei der Steueranmeldung

In manchen Städten steht bereits eine Bußgeldstrafe auf das Kotliegenlassen, aber was nützt das, wenn der Zeuge weder Kot noch Besitzer einwandfrei identifizieren kann ?

Manchmal war ich kurz davor, Leute mit just kackenden Hunden anzuraunzen, aber würden die mir ihren Pass zeigen, damit ich sie anzeigen kann ? Wohl kaum. Die sagen dann vielleicht eher: „Fass, Hassan!“

– wenn nun jeder Hund genetisch erfasst wäre, könnte ich mit einer gewissen Befriedigung die Scheiße aus meinem (oder eines Kindes) Schuhsohlenprofil kratzen, in ein Beutelchen rein und ab damit ans Ordnungsamt !

Kurze Recherche zur Hundesteuer: Sie soll von der Luxussteuer des 19.Jhd. abstammen und die externen Kosten abfangen, die der Stadt durch Hunde entstehen. Sie gilt nicht als Erkaufen der Scheißerlaubnis, wie manche Herrchen denken. Die Stadt reinigt ja nicht jeden Haufen weg. Und sich als Hundehalter im Recht zu fühlen, weil der eigene Köter ja „nur auf Wiesen kackt“  ist falsch.

Meines Wissens besitzt eine Gemeinde doch Grünflächen (Wiesen, Gebüsch, aber auch Rabatten), damit die Bewohner sie zum Gucken und Spazieren nutzen können, nicht damit Luxustierchenhalter keine Entsorgung der stinkenden Batzen selbst vornehmen müssen.

Es pisst mich an (ja, in der fäkalen wütigen Sprache bleiben):

  • dass ich mich nicht unbefangen auf die Wiese vorm Haus setzen kann
  • dass ich im Herbst nicht durch Blätter rascheln kann, ohne alle Schuhe kontrollieren zu müssen
  • dass ich so manche schönen Altstadtbauten kaum anschauen kann, weil ich vor meine Füsse gucken muss
  • dass die Kinder nicht ungezwungen Laufen lernen und die Natur kennenlernen können, weil ständig die Betreuungsperson die Schrittroute korrigieren muss („Geh nicht in die Scheiße!“)
  • dass der Mensch anscheinend verpflichtet ist, auf asphaltierten Wegen zu bleiben, damit Wuffi auf allen anderen Flächen abseits ungeniert abkacken kann
  • man sich vielen Bäumen nur unter äußerster Vorsicht nähern kann
  • dass Fussballspielen, Fangen, Bäumchen-Wechsle-Dich, Verstecken usw. nur noch auf sterilen Flächen, die z.B. abgezäunt sind, möglich ist
  • dass selbst auf offiziellen Spielplätzen oft eine ausgiebige Inspektion vor der Nutzung nötig ist

Zusammenfassend:  es wird mächtig geschimpft, gerade von älteren Bürgern, dass junge Mensche so naturfern, stubenhockerisch sind, nur noch Events und Indoorspielplätze besuchen, vorm PC hocken usw.

-aber kann mensch es verdenken, dass „die Jungen, agilen“ lieber vorm sauberen Bildschirm sitzen statt einen potenziell scheißeverschmierten Fussball ins Gesicht zu kriegen, beim Benutzen von Spielgeräten in bekackten Sand zu fallen, beim Verstecken im Gebüsch mit 2 Tonnen Scheiße unterm Schuh gefunden zu werden… beim Steinesammeln, Blättersammeln, Kastanienfinden auch stets 10 „Häufchen“ zu finden ?

Mein Aha-Erlebnis:

ich wagte es eines Tages doch mal, mich auf eine innerstädtische Wiese zu setzen und das Kleinkind im Überschaubaren Bereich laufen zu lassen (kein Hund oder Fahrzeug in Sicht), es kommt zurück und bringt mit: einen getrockneten Hundehaufen. Ich überlegte dann kurz, die nächst vollgekackte Windel im Busch zu deponieren, auf dass ein Hund sie apportiere.

Vor dem Hintergrund bekomme ich sogar ein wenig Verständnis für die Eltern, die ihre Kleinkinder auch auf kurzen Strecken sofort und gnadenlos in den Buggy packen. Vielleicht wollen die einfach nur vermeiden, dass kurze unachtsame Augenblicke zu Kinder mit kotstinkenden Händen führen ?

Über den Urin rege ich mich noch nicht mal auf, ich bin also moderat 😉

Ansonsten:

nee, tut mir leid, wer kein Tütchen bedienen kann, darf eben keinen Hund halten. Oder muss einige Bußgelder einplanen. Für Behinderte, Alte etc. könnte doch sicher was entworfen werden, damit die auch ohne Bücken an die Häufchen kommen. Was am Stab oder ein Sauger mit langem Rohr.

p.s.: Der Mensch (zumal der weibliche) muss meist 30 bis 150 Cent berappen, um einmal pullern zu dürfen. Der Hund legt einfach so los.

Ist das nun umgekehrter Spezifismus ?

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    • schattenzwerg
    • 27. Januar 2011

    da kann ich hiermit dienen

  1. 25. Januar 2011

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