Mary and Max (Kinofilm)

Mir fällt dazu kein fetziger Aufmachertitel ein, aber bevor ich es heute nachmittag möglicherweise doch mal wieder ins Kino schaffe, wollte ich (quasi um damit abzuschließen) noch einige Worte über mein letztes Kinoerlebnis verlieren.

Es war im letzten September (vielleicht war es auch August, oder.. das tut ja nichts zur Sache). Ich hatte mir vorgenommen, nach dem klassischen Elternzeitschriftenratschlag zu handeln: „Geben Sie das Kind mal für ein paar Stunden ab und machen etwas für sich, danach haben Sie wieder frische Laune und Motivation.“  Zudem hatte ich in der Tageszeitung eine Rezension über „Mary & Max“ gelesen, die mir den Film als fabelhaftes, charmantes, witziges Märchen für Erwachsene nahebrachte. Ein australisches Knetfigurenabenteuer schien mir die ersehnte Abwechslung zu bieten.

Leider erwähnte die Rezension nicht die eigentliche Traurigkeit, die dem Film innewohnt. Ich fand mich darum im fast leeren Kinosaal wieder, und mein Kichern über den doch recht schwarzen Humor wurde von schwierigen Tränen-unterdrück-Momenten abgelöst.
Womöglich konnte ich mich etwas zu gut in den ein oder anderen Protagonisten hineinversetzen. Mary ist nämlich eine gemobbte Schülerin, die sich in den Nachbarjungen verliebt, mit einem Hahn anfreundet, aasige Eltern hat, keinen zum Spielen usw. und so fort. Eines Tages schreibt sie einen Brief an einen x-beliebigen Mann in Amerika – ohne so richtig zu wissen, wie es in Amerika ist. Zufällig ist der Adressat ein korpulenter Autist, der schon mehr Lebenserfahrung hat als Mary.
Der Film zeichnet die Leben der beiden anhand der Briefwechsel nach. Es gibt wirklich viele komische Situationen, aber letztendlich sah ich dem relativ offenen Ende mit gemischten Gefühlen entgegen.

Alles in allem ein aufwühlender Film und die falsche Wahl, wenn man (wie ich damals) nur auf der Suche nach Erheiterung ist. Wer jedoch nach etwas aussergewöhnlichem, tiefgründiger, aber dennoch leicht Erzähltem sucht, sollte diesem relativ unbekannten Film eine Chance geben.

Er ist auf DVD erhältlich. Nun noch ein Ausschnitt, weil ja Animationen mehr sagen, als 1000 Worte:

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  1. Nie von dem Film gehört, scheint aber der Hammer zu sein, hoffe der ist im mainstreamigen DVD-Laden meiner Wahl erhältlich??
    Und wer 18 Stunden aus dem Fenster glotzt, bevor er weiß, ob er zurück schreiben kann, der ist automatisch mein cineastischer Freund…

    • Vielen Dank für das Interesse ^^
      zur Not kannst du sicher auch bestellen, was nicht vorrätig ist. Und es wird doch in Berlin auch Videotheken für den gehobenen Anspruch geben?!

  1. 3. Juli 2011

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