Mir ist anders.

Das Zukunftsbefürchtkarusell dreht sich weiter, und mir kommt in den Sinn:

Ingeborg Bachmann – Schatten Rosen Schatten

Schatten Rosen Schatten
Unter einem fremden Himmel
Schatten Rosen
Schatten
auf einer fremden Erde
zwischen Rosen und Schatten
in einem fremden Wasser
mein Schatten

Es sind Neubeginne, die in mir Übelkeit erzeugen, weil ich zwar denke, dass es gut wird, wenn es endlich funktioniert / ich Räume und Menschen dann kenne und nicht mehr jede Kommunikation von Panik erfüllt ist, die zu verbergen ist, weil die Kommunikationspartner sonst denken, ich wolle nicht oder möge sie nicht und dann kurz angebunden werden und..
Gab es nicht auch so ein Gedicht, dass Anfänge als zauberhaft beschreibt ?

ach ja, „Stufen von Herrmann Hesse“, dort steht z.B. auch:

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.

Doch, ja, das baut mich ein wenig auf. Wenn der Weltgeist das meint, dann ist es wohl so. Obschon.. na, lieber erst mal Eskapismus mit dem passenden Gedicht, dann die olle Reise machen (die Organisation hab ich fertig, was hat mich die aggressiv gemacht), dann die Tagesmutter kennenlernen (ein Glücksfall, das Telefonieren voller Übelkeit hat sich gelohnt), dann die Einsatzgebiete mit dem Vereinsführer besprechen, wegen BFD (dazu müsste ich mal rausrücken, was ich kann und will, aaargh.),dann auf Verträge warten…

und huschdibuschdi ist September, dann noch einige nervöse Anfangswochen, dann wird es hoffentlich alles gut. Amen.

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    • Natal Na Drach
    • 19. Juli 2011

    alles wird gut … warum auch nicht …..

  1. sehr schöne verse. bachmann wie hesse wunderschön….ach ja der zauber, der uns hilft zu leben…

    • shortstoryexchange
    • 21. Juli 2011

    „Die negative Bewertung dieses Gefühls, der Menschheit und dem Leben mit all seinen Veränderungen nicht frohen Mutes begegnen zu können, rührt vielleicht – so zumindest bei mir – aus der unbegründeten Angst vor Irgendwas, verstärkt durch die Tragik des Minderheitendaseins. Denn würde es der Mehrheit der Menschen im Angesicht schicksalhafter Sollbruchstellen so gehen wie dir, wäre das Leben unter Umständen weniger cool, aber deutlich ehrlicher. Ich kann dir nur sagen – und das mit dem Versuch der Aufmunterung: du bist nicht allein. Doch das Gefühl der Einsamkeit bleibt, denn darin besteht die eigentliche Tragik des Schüchternen/Soziophoben/Wieauchimmergenannten: man nimmt die Gleichgesinnten nicht wahr und zuletzt bleibt fraglich, ob man dies möchte, ob es erstrebenswert ist, Seinesgleichen zu suchen und zu finden.“
    sprach der Pseudoweise und schloss die Fensterläden. 😀

    • aaalso, Gleichgesinnte suchen, finde ich erstrebenswert, weil tröstend; aber echte Konversation ist mit ängstlich-vermeidenden Persönlichkeiten (=Fachbegriff) sehr schwierig, man müsste den passenden Moment / Stimmung im Gegenüber vorfinden…
      habe mal Jahre lang versucht, mit einem überschüchternen Mädchen locker zu werden, aber das klappt nicht, wenn man selbst kein lockerer Laberbatzen ist °-°

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