Es nützt ja nix : Konfrontationstherapie, Teil x

(es ist noch nicht so weit : ich bin noch nicht wieder ganz klar im Kopf. Wobei, wer ist das schon. Jedenfalls ist das noch so ein Intermezzo-Verarbeitungs-Tagebuch-Artikel, sorry.)

Mittlerweile kann ich schon viel besser „mit unbekannten Menschen“ als vor wenigen Jahren noch. Der zu beschreibende Tag fing auch ganz positiv an, diesbezüglich. (Spoiler: aber er steigerte sich ins Unerträgliche. Auf Seite 2 )

Viertel zehn: ich sehe einen circa 19-jährigen wirr vor dem Campus rumlaufen, den Plan studieren, verloren aussehend. Ich kenne mich in der Gegend aus, wie man so sagt, außerdem ist mir aufgefallen, dass Leute mich gern nach dem Weg fragen, ich strahle wohl geballte Harmlosigkeit und Hilfsbereitschaft aus. Ich stufe den Typen kraft seines Blutengelshirtes als „ebenfalls harmlos“ ein und verlangsame meine Schritte.

Nach einigen genuschelten Wegerklärsätzen raffe ich mich innerlich auf und fange an, laut zu sprechen und lächeln, was ein souveränes Gefühl ! Der Typ lächelt zurück und scheint aufgemuntert, toll.

Zehn vor Zehn : Wie als Vorwarnung passiere ich diesen FDP-Typen, mit dem ich vor Jahren in einer Gruppe war, bei einer Art Assessmentcenter – dort musste man sich zu zehnt in einen Kreis stellen und plötzlich mit Bällen bewerfen, sollte den Gruppensinn schärfen und die Aufmerksamkeitsfähigkeit erhöhen. Die ganze Veranstaltung damals war ausgelegt, normal sensible Leute zu motivieren, mir wurden die vielen Anreize allerdings nach zwei Tagen zu viel. Ich gab am dritten Tag Migräne vor und war damit raus.

Advertisements
  1. oh, oh….kann deine panik regelrecht riechen. wo doch das lieblingsmotto meiner zunft lautet; wenn ich nicht mehr weiter weis gründ ich einen arbeitsKREIS( gerne auch stuhlKREIS)……aber wie gesagt mensch kann immer auch NEIN sagen, wenn es nicht passt.
    wo kämen wir denn hinne wenn jeder nur aus gefälligkeit den größten quark unter der sonne mitmachen würde……

    • :-O
      ich sah ja gar keinen Ansprechpartner mehr, vor lauter Klatsch- und Laberlärm. Man konnte sein eigenes Wort nicht mehr verstehen !
      Zu einem Typen habe ich „jaja“ gesagt, das hat ihn auch vertrieben ^^
      Ernsthaft, sich direkt dagegenstellen wäre wohl nicht gegangen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie.
      (außer auf der anderen Seite des Saals stehend unauffällig sich rückwärts zur Türe rauszuschleichen..)

    • Natal Na Drach
    • 1. September 2011

    gelesen ….grusel…erinnere mich dran , wenn wir uns das nächstemal sehen , Dir was schlimmwichtiges zu sagen ……

    • Namenslos
    • 1. September 2011

    „gleich ersaufe ich in Menschenfleisch“ – Hahahaha! Maaan! Ich hab da so lachen müssen, ich sag’s dir!

    Sag mal, wie machst du das mit den Seiten? Ich blick da nicht so richtig durch…

    • Geschenkt, den Lacher 🙂
      Wegen der Seiten (praktische Sache, gell, obwohl ich irgendwie fürchte, manche Leser würden nicht checken, wo es umzublättern geht): http://en.support.wordpress.com/splitting-content/nextpage/

      • Namenslos
      • 2. September 2011

      Diese Aussage muss ich mir sowieso merken! Die ist der Knüller! 😀
      Das mit den Seiten einteilen ist richtig praktisch und ordentlich. Vielen Dank für den Link. Vllt werde ich es mal benutzen. 🙂

  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: