Montagsbewegung (lahme Notiz)

Letzten Montag habe ich mir etwas sehr Besonderes gegönnt, das freilich nur für mich besonders war. Für kinderlose Menschen wäre es stinknormal gewesen. Mir indes ging das Herz mittendrin über und ich habe darum das Buch nicht mal anfangen, dass ich eigentlich in der Regionalbahn Richtung ‚Freundin-in-der-Großstadt-treffen‘ lesen wollte.
Ich kritzelte auf meinen linierten Block, um mich zu beruhigen, während die Städte und Dörfer meiner Jugend vorbeizogen :

Zwanzig Minuten bis zum Bahnhof geradelt :
drei Menschen, zwei Autos, ein Moped
Auf die Regionalbahn gewartet :
einer Siebzehnjährigen gleichend.

Durch die Morgenheide gefahren:
(so allein wie schon lang nicht mehr)
Der ganze Schmarrn
von zehn Jahr’n
fällt ab beim Bahn fahr’n.

Vor der Großstadt aufregt
wie einst als Dorfbewohnerin !
Obwohl doch längst geübter
in Menschen, Häusern, Straßen …

Oh Gott, da steigt der Informatiklehrer Herr P. ein, von dem [die Freundin] sagt, er führe öfter nach Leipzig, nur um sich den Bahnhof anzugucken. Er guckt dabei stets ernst und trägt eine akkurate Aktentasche. Seit mindestens sieben Jahren macht er das, ich habe ihn früher schon mehrfach beobachtet. Das ist auch ein Leben !

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    • Arnold Bathurst
    • 7. Oktober 2011

    Sehr gut! Aber „das“ Buch!

    • äh ja, äh.. das hab ich immernoch nicht angefangen. Dabei bekam ich das vor sechs Jahren oder so zu Weihnachten, so lang liegt das schon..

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