die Meinung der Miesepetra: „Die Kleinmädchenfarbe hat in einer Fickschnulze nix verloren“

Kürzlich hatte ich eine nähere Beschreibung eines „rosa Buches“ angekündigt. Damals hatte ich auch schon ein Foto vom Buchcover gemacht – und in der Zwischenzeit war ich auch fleißig, denn ich wollte unbedingt die Unterschiede zwischen Pia und Rosa herausarbeiten.

Das alles abzutippen ist mir nun aber doch zu anstrengend und zeitaufwändig. Vernünftige Texter kondensieren ja auch. Das sollte ich langsam mal üben ! Qualität statt Quantität !



An jedem Kapitelanfang des Romanes „Unanständig“ von „Rosa Sophie Mai“ steht ein Zitat von Größen wie Henry Miller oder Oscar Wilde. Falls dies die Geschichte, die im Wesentlichen im aktuellen Berlin spielt, in einen größeren Kontext setzen soll, so ist es zumindest ein netter Versuch, an die Tradition grandioser Hedonisten anzuknüpfen.
Letztendlich handelt es sich aber um die Geschichte einer jungen Frau, derer Prinzessinnentraum wahrgeworden ist.
Was mich aufgrund des häufigen Vorkommens des Wortes „pink“ und der gelegentlichen Zitation von Popsongs abschreckt, kann ja für viele andere LeserInnen dennoch eine Offenbarung sein. Der Mensch ist schließlich so gestrickt, dass er Bücher umso mehr mag, desto mehr Identifikationsfläche ihm die Hauptprotagonistin bietet.
Die Vermarktung des Buches ist auf jeden Fall modern und geschickt. Man gebe zum Beweis nur einmal Autorin und Titel in eine Suchmaschine ein. Dabei wird man auch feststellen, dass die Autorin tatsächlich die Mausi vom Coverbild ist. Sie vermarktet also ihre ganze Person, was bemerkenswert (aber topaktuell) ist..
Die Geschichte ist womöglich ein rotes Tuch für Hardcorefeministinnen, ist doch die Emanzipation der Protagonistin nur vorgeblich. Madame lebt ihren freien Willen aus, aber sie muss sich rechtfertigen („meine Beziehung war so einengend, ich habe solange stillgehalten, dass ich jetzt mit gutem Gewissen wild vögeln kann“), bekommt den Umzug von Papa finanziert und die Wohnung dank des Flirts mit dem Makler. Die Frau ist die Reagierende, die, die für schickes Aussehen alles ausgegeben bekommt. Die Niedliche, die Schutzbedürftige. Die Anbiedernde, die Ausnutzende.
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  1. aha, eine blogerin, na wenn das für manchen kein ansporn ist. und synchronsprecherin auch noch. wollen die uns verarschen? wahrscheinlich deutscht sie japanisch fetisch-pornos ein und stöhnt drei oktaven tiefer zu fesselsex……

    aber wie passt die pia denn bloß hierhinein? was haben die beiden denn miteinander gemein pia und rosa, außer vll die pussy, die alle geschlechtsgenossinen eint, so frei nach dem slogan; kennst du eine kennst du alle. neeeee stimmt nicht, meine buchempfehlung eher für männer, obwohl auch ich staunte, ob der vielfalt dargestellter objekte;

    http://www.amazon.de/Pussy-Portraits-Frannie-Adams/dp/3934020690

    (Hugendubel LE; Abteilung; Kunst/Foto)

    • Mausi arbeitete angeblich bei einem Radiosender als Redakteurin, vor dem sagenhaften Umzug ins Berlinische.
      Ich hatte mich eher gefragt, wie man Redakteurin und Sprecherin werden kann, ohne studiert zu haben, denn sie ist Jahrgang 1986 und ausgebildete Restaurantfachfrau.
      Mit Pia gemein hat sie: Berlin, das Alter, das Lebensfrohe, die Intention, möglichst viele Geschlechtspartner abzuchecken. Auch sind beide niedlich und einigermaßen gebildet.
      Na, nach deinem pinken Vorschlag guck ich mal bei Gelegenheit im Laden.
      Jetzt erstmal das Rosabuch zurückbringen..

  2. ….bin gerade hoch rot bis untern ponny angelaufen, von so viel schüttel schäm………..det jeht ja jar nicht!!! das ist kein clever vermarktungskonzept, NEIN!

    • ich traue mich irgendwie nicht, das mit Ton zu gucken. :
      was ist daran unclever in deinen Augen ?

    • paniertes Rundwissen
    • 31. Oktober 2011

    Oh mann, die Alte erinnert mich irgendwie an mich und meine Bewerbungs-Videos für das BR damals… auch ihre Statur, die nicht so üppige Oberweite, dafür aber kräftige Knie und und überall ein Hauch von Speck, keine langen Haare, aber vorzugsweise blond gehalten. Keine Angst vor Rampenlicht, sich für was besonderes haltend…
    Ja, aber leider bin ich nicht da angekommen, wo sie es ist – wohl der falsche Jahrgang(1984), der mir ihre Unbekümmertheit raubte. – Wenigstens trage ich kein Pink, keine Armreifen und Glitzersteine an den Zähnen, auch mein Lächeln ist variabler in seinen Ausführungen…
    Nun ja, im thüringischen Jena weilend und nicht jünger werdend, quäle ich mich an einer Seminararbeit ab, die heute fertig werden muss, während sie ausgiebigst rumgevögelt hat und das auch noch in Berlin!

    • Weder Berlin noch rumvögeln sind ja per se funky.
      Ich war gestern in Berlin-West und seitdem frage ich mich, was ein „Erotiklabyrinth“ ist, das stand an so einem Schwulenclub..

      Ich finde Jena nach wie vor romantischer ^_^
      Aber ja, die Mausi bestätigt meine These, dass die eigentliche Figur nicht total wichtig ist, wichtiger sind Lächeln, Flirten, dekoriert sein !

  3. berlin wird völlig überbewertet…..aber trotzdem schön war es doch letztens seit laaaaanger zeit, aber mehr wegens der weiber dem gin & dem kartenabende als wegen irgedwelcher männer zum vögeln, tja wir werden halt ooch nich jünger, ne. aber unser trinkerverhalten wird besser……und an der aspirin zum frühstück, kalt runtergewürgt hat sich seit damals och nicht viel geändert(.) moment, doch….wir trinken jetzt alle espresso, den teuren hinterher zum wachwerden…..

    ja jena ist romantischer, viel romantischer sogar……i love it(!)

    unclever, weil, irgendwie peinlich….hab leider das falsche filmchen rausgesucht, das vor der metro, so leise nuschelig und keinerlei zuhörer das ist richtig peinlich….und das im bett, naja ich kann mir nicht helfen kommt nicht so suverän rüber wie es bestimmt sollte….da fehlt mir der laszieve tatsch, das konnte die schneider, romy besser. vll hätte Röschen dazu rauchen sollen oder nen lolly lutschen….

    • „Röschen“ : hahahhh !
      Ja, so ein Lolly würde es bringen.
      Naja, der Buchbesitzer sagte nochmal: „hatte mir was authentisches erhofft, det is doch allet jestellt und verschönt, immer nur Extreme, des is doch ungloobwürdich“. Aber bei der Zielgruppe kommt die Rosa anscheinend an, wenn man Gegenrezensionen liest. Die Zielgruppe sind wohl andere Tussis.
      Tussi ist ja heutzutage kein Schimpfbegriff mehr. Frau macht sich dann halt dieses Plüschkissen mit „Achtung, Tussi am Steuer“ hinten in die Autoablage, damit ist das ironisch gebrochen und pinke Blödeligkeit wieder akzeptiert.

  4. stimmt, ich mag tussen. 😉

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