Die Kindergeburtstagssaison beginnt

Meine Tochter hat zwei beste Freundinnen und eine kleine Schwester.

Alle vier haben im Dezember Geburtstag.

Dezember – das ist doch dieser Monat, in dem Nikolaus, Adventskalender, Jul, Sylvester und tagelang in Potsdam weilende Ex-Kommilitonen am Start sind..

Wo adventssonntägliche Theater und lebkuchenschwangere Feiern stattfinden, wo diese leuchtend-kommerziell-engen, aber manchmal trotzdem schönen Märkte aller Orten sind..

Wo ich mich bemüßigt fühle, die Wohnung zu dekorieren, Plätzchen zu backen, festliche Gerichte auszuprobieren und….

eigentlich gar keine Zeit, Nerven, Hirnkapazitäten für Kindergeburtstage übrig habe !


Aber es nützt ja nix, wer alles erleben will, muss auch alles irgendwie verkraften können !
Darum : Listen machen, dann von Tag zu Tag und Liste zu Liste leben.

  • Grund geschaffen, freudig aufs neue Jahr anzustoßen – erledigt
  • raffiniert Geburtstag der Jüngeren mit Markt und Adventskalender zusammengelegt – erledigt
  • Saal für Feier der Älteren angemietet – erledigt
  • beschlossen, ein Blech Muffins und eins mit Plätzchen zu backen für den älteren Geburtstag
  • Ex-Kommilitonen eingeladen für Sylvester – erledigt
  • Zugtickets für Striezelmarktreise gebucht – aahhh, das Bloggen lohnt schon, erst jetzt bemerke ich, dass vielleicht Zimmerbuchen auch langsam höchste Eisenbahn wird

Es gibt ja Leute, die jede Woche drei Veranstaltungen ..äh… veranstalten und/oder zu drei kulturellen Highlights gehen. Solche werden mein „Problem“ wohl nur müde belächeln, „Anfängernervosität“ sagen.
Ich aber erinnere mich mit Schaudern an manche Tage des letzten Dezembers, so z.B. den zwischen Weihnachten und Sylvester stattfindenden Geburtstag der einen Freundin. Dort ertrug ich etwa eine Stunde Kindertechno, Mega-Geschrei und Gerenne, ein ständig an mir klebendes und zerrendes Kleinkind, diverse unbekannte Kindseltern und Barbietorten — dann sah ich blinkende Lichtchen, bemerkte diverse Stechen im Brustbereich und floh, Kleinkind unterm Arm, ins andere Stockwerk.
Dieses Jahr will jene Freundin im Indoorspielplatz feiern, wo also noch circa 50 fremde Kinder Schreien, Springen und Heulen.

Aber davor kann ich mich vielleicht drücken, denn ich *hust* habe ja dann Besuch in der Wohnung.
Nicht drücken kann ich mich freilich vor dem Geburtstag der eigenen Tochter. Darum noch:

  • Einladungen gestalten und ausgeben
  • entscheiden, ob Bierbänke oder Klappstühle
  • über Getränke nachdenken
  • Spiele überlegen und Materialien beschaffen
  • sich fragen, ob schlichtes weißes Geschirr legitim ist
  • mich fragen, ob ich lieber Konversation mit fremden, teils mexikanischen Elternteilen führen will oder halbfremde Kinder zu Spielen anstacheln will, dabei irgendwie über den Punkt „ich will das alles nicht, ich stell den Kram auf und verschwinde, aaaahhh“ hinauskommen

Um nicht missverstanden zu werden: ich will das alles (na, fast alles) und sehe es nicht als genuine Belästigung an – und die drumherum-Hektik führt auch hoffentlich dazu, dass mir die eigentlichen Weihnachtsfeiertage als grandiose Verschnaufpause erscheinen.

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    • Arnold Bathurst
    • 3. Dezember 2011

    Schön zu hören, dass in dir so viel Bewegung drin ist und du scheinbar auch alles bewältigt bekommst. Ich habe das FM-Syndrom 😉

    • ich heute auch, bin noch geistig im Ar… nach der Aktion, über die der morgige Artikel geht. Den obigen habe ich vor 3 Tagen oder so geschrieben, das ist alles etwas zeitlich versetzt..

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