Heidegger als Vorspiel (Anfang eines Pia-Kapitels)

Einmal schlief Pia bei einem Philosophiestudenten, da lag ein Heideggerbuch auf dem schwarzen Satinkopfkissen. „Sein und Zeit“ oder so ähnlich hieß es. Vielleicht auch: „Sein und Werden“- Pia war sich da nicht so sicher, auf jeden Fall ging es darin um Themen, die sie für ziemlich unerotisch hielt, weshalb sie sich wunderte, was sie damit anfangen sollte, während der Student im Bad war.

Aufgeklappt war Seite 427, auf der (nach Pias Interpretation) das Sterben beruhigend dargestellt war. Großspurige Substantive buhlten im Inhaltsverzeichnis um Pias Gunst, aber sie war entschlossen, sich nicht die genüssliche Laune von Prosa über Sinn und Wahrhaftigkeit zerstören zu lassen.

„Wem solche Bücher über seine Hyperintelligenz hinweghelfen, der soll sie gern lesen“, meinte Pia im Grundsatz und war nun gespannt, was so Herren mit bestechender Denkklarheit im Bett taugen.

Ob sie zu Komplimenten neigen ? Ob der Herr Philosophiestudent zum Beispiel sagen würde: „Ich mag dich nicht nur, weil du so eine weiche M*** hast, sondern auch für deine Lockerheit im Denken, die den Umgang mit dir recht angenehm macht ?“

Kann jemand einen dienlichen Hinweis geben, wie die Geschichte weitergehen könnte ? So in Stichpunkten oder rau formulierten Sätzen, egal..

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  1. Na ich kann den weiteren Verlauf bestenfalls erahnen… Warte erst mal auf eine Interpretation von Arnold Badhurst 🙂

  2. ..scheiße ich hatte gerade einen 427 seiten langen text geschrieben der ist nun futsch )-:

    • macht nix (also für dich natürlich schon) –
      die Zusammenfassung fetzt genug ^_^

  3. ….kurzZusammenfassung
    .schwarze satin bettwäsche, wie grausam dachte pia
    …ein aufgeschlagenes buch auf einem schwarzen satin kopfkissen, sieht aus wie ein presentierter schatz im museum
    … warum denn heidegger? andere männer lesen die bikersNews, die süddeutsche, die titanic oder ken follett
    ….warum rennt dieser typ ständig ins bad?
    ….leidet er an blasenschwäche oder nimmt er psychopharmaka, sieht schon bissel so aus?
    …ist er vll nervös?
    ach was, der will nur das pia endlich auf seite 427 nachliest
    was bezweckt dieser mensch mit der inszenierung von scheinbar nebensächlichem?
    will er eindruck schinden so nach dem motto; ach ne soo was schwer verkopftes liest du? oder musst du, vom studium her. erzähl mir doch bitte, bitte was über diesen heidegger.
    will er ihr etwas mitteilen, weil er es persönlich nicht über die lippen bringt? allerdings übers sterben, fraglich?
    vll ein hilfsmittel für mister budenzauber, soll als brücke dienen damit er mal so frei von der leber weg philosophieren kann, vll macht ihn das ruhiger und die nervige bad rennerei hört auf.
    und dann kann er endlich vll zu den sachen überleiten die ihn auch anmachen. pias titten, pias arsch und war da sonst noch was? ach ja pias mund natürlich, denn da hat er sich so spezielle sachen schon ganz genau ausgemalt, als er in seiner fantasie, die szene immer und immer wieder durchspielte….so zur vorbereitung. in seiner fantasie nahm er erst den heidegger in den mund, ließ ihn sich auf der zunge zergehen wälzte schwerwiegendes hin und her und spuckte bedeutungsschwangeres aus und dies alles genaus so lange bis pia ihrerseits begann ihren mund zu benutzen, um für sie bedeutendes mit dem mund zu erfassen, hin und herzubewegen und in erregung zu versetzen…..

    • Arnold Bathurst
    • 7. Januar 2012

    Deus ex machina!!! Aus dem Buch ersteigt plötzlich Heidegger und nimmt Pia gehörig durch. Dann kommt der Philosophiestudent ins Zimmer, sieht es, zückt seine Hegelgun und schießt Heidegger über den Haufen. Heidegger stirbt. Glatter Durchschuss! Aus der Pistole ersteigt Hegel und hält eine Rede über das Sein und das Nichts, das ins Werden übergeht. Der Philosophiestudent verneigt sich. Pia schleift sich aus dem Zimmer. Hegel und der Philosophiestudent beschwören Friedrich den Zweiten (der übrigens diese Jahr 300 Jahre alt wird). Alle drei bewaffnen sich, um die Freimauer platt zu machen.

    War das mit Wissen protzend? Der Philosophiestudent hätte ich sein können. Nein, ich war es. Herje!

  4. Hegelgun !
    Entzückend !*kicher*

    und dieser Friedrich, ach ich mag davon jetzt schon nichts mehr hören, wie soll ich das Feierjahr ertragen ? (Notiz: einen Friedelmotzartikel machen)

    • Arnold Bathurst
    • 7. Januar 2012

    Wie kannst du nur gegen diesen Mann sein? So ein Großer!

    • ist das dieser mit Katte ?
      der mittelmäßig Flöte spielte und hochstilisiert wurde ?
      dessen Vater zwei Riesenhunde hatte ?

  5. achtung, achtung: erhöhtes friederisiko!!!

  6. … Der Student trat aus dem Bad und befand sich in einer ekstatischen Grundstimmung der Selbstvergessenheit. Er hatte viel über das In-der-Welt-Sein gelesen, die ursprüngliche Ganzheit der Sorge, das umsichtige Besorgen und die Auslegung des Daseins. Seine Verfallenheit. Vieles war ihm dunkel geblieben. Doch nun schien sich mit einem Mal alles zu lichten. Vor ihm hatte sich das Dasein auf seinem Bett wie von selbst ausgelegt und die Zweideutigkeit des Strukturganzen zweckte nun deutlich auf den vorauseilenden Charakter seiner Entschlossenheit ab. Ja, er spürte die existenzielle Grundbefindlichkeit des Verfallenseins und erkannte die Bewandtnis der Zuhandenheit dessen, was da nun wesenhaften erschlossen als Zu-Besorgendes vor ihm ausgelegt war…

    • Meine Güte, Sie sind ja ein Sprachgenie !
      Wie Sie die sprachliche Beflissenheit gewisser hochtrabender Bücher adaptieren und weiterspinnen, ich bin ganz von den Socken.

      *Memo an mich und Mitmenschen: den „Kultur oder Wissenschaft“-Blog mal wieder aufmerksam lesen*

  1. 20. Januar 2012

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