Blockierte Flamme

Unter Raubtieren

Sie soll ihn so verachten, wie er sich verachtet.
Aber das will sie nicht, das wäre zu einfach.
Sie möchte nicht auslöschen um zu benutzen.
Mutterboden will sie sein,
nach dem Leichenverbrennen fruchtbarer.

Jedoch:

umgeben von leeren menschen
angestarrt von leeren pflichten
kann die flamme nicht reinigen

Deshalb sollte sie auch keine Bücher lesen, die das Schreiben erklären, sagt er, weil sie noch Phantasie hat, obwohl sie die Erkenntnis mit ihm teilt, dass wir alle Leere sind.

Jedoch:

Er heult nur Verharren,
sie verlangt sich Neumut ab.

„Aus deinem Mund, aus deinen Fingern
kommt nichts mehr als Schelte.
Ist dies, Mann, die Leere, welche dir akuter ist?“

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    • Laura
    • 27. März 2012

    Sehr schön geschriebene Worte. Hast du schon einmal übers Gedicht veröffentlichen nachgedacht?
    Beste Grüße,
    Laura

    • flaschengruen
    • 1. April 2012

    Trifft dieses Gedicht dein momentanes Privatleben? … bald mehr Privatkommentar per Schneckenpost.

    • für einen kurzen Moment ja. Zum Glück wechselt das immer zackig: runter-hoch-daneben->Leere,Schweben,Schwere,Kleben ^_^

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