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Der NovemberNerd sagt: Ja !

Das rundenbasierte Strategiespiel "Imperialismus" hatte mich schon vor zehn Jahren über alle Maßen begeistert. Es ist ursprünglich von 1997. Und jetzt endlich bin ich im CD-Besitz !

Die Lieblings-Computerspiel-Liste

Analog zur Liederliste habe ich mir überlegt, welche digitalen Spielchen mich über die Jahre so begeisterten, dass ich sie mind.  zweimal durchspielte bzw. mehrfach wochenlang daran saß, weil sie kein definiertes Ende haben oder ich zu unfähig zum Siegen war.

Irgendwann mache ich das auch mal klassische für Bücher, Gemach…

– zunächst stelle ich fest, dass mich anscheinend nur Spiele langzeitbegeisterten, die Teile einer Serie wurden oder waren. Ob das heißt, dass ich einen Massengeschmack habe ?

Funktionserklärung:  fett geschrieben ist immer der Titel, dahinter in Kursiv eine Erläuterung zum Inhalt oder Faszinationsgrund. Noch dahinter evt. ein Link, zu einer ausführlicheren Seite führt.
  • Dune 1 (eines der ersten Spiele, dem ich als Grundschülerin begegnet bin. Damals hab ich null kapiert und bin stets in der Wüste krepiert. Aber viele Jahre später nach dem Lesen des Romanes…: ein Rollenspielklassiker, der Elemente von Strategie und Echtzeit einbindet. Sehr fesselnd. Und erst der Soundtrack. Ist Abandonware. Unbedingt einen Sound-Emulator dazu besorgen.
  • Das Schwarze Auge 1,3 und 4 (Die 4 ist natürlich Drakensang und hat diverse Erweiterungen. Aber das tut wenig zur Sache.) Link zu einer Rezension zu Teil1 bis 3
  • Heroes of might and magic 4 (eine Kombination aus Rollenspiel und Strategie. Besticht durch große Auswahl fantastischer Kampagnen und lange Spieldauer)
  • Die Sims 2 (davon hat wohl jeder schonmal was gehört. ich habe auch kurz Teil 3 gespielt und mir extra dafür zusätzlichen RAM gekauft. Nach einem Tag spielen ging nichts mehr. Absturz nach Ladebildschirm. ich probierte circa 6 Helfstipps aus, aber nichts half. Dann eben nicht.)
  • Advanced Wars 3 darüber schrieb ich bereits ausführlich
  • Final Fantasy 8 (einfach weil es einer der wenigen frühen Teile ist, die für PC umgesetzt wurden und mir in einer Zeit der häufigen Langeweile begegnete. Und weil es sooo romantisch ist) Link zu einer komplexen Fanseite
  • Civilization 3 und 4 (Berühmte Herrschaftssimulation. Episches Forschen, Kämpfen, Bauen lassen*g*) Die 3 ist evt. schon Abandonware – bei Interesse bitte selbst recherchieren
  • Age of Empires 1 (Ein Klassiker der historischen Aufbau- und Kriegssimulation) eine kritische Rezension
  • Railroad Tycoon 3 (Der Titel verrät es schon: der Spieler ist der Manager einer Eisenbahngesellschaft, die in verschiedenen Levels diverse Länder abdeckt.) offizielle Seite
  • Tropico 1 und 3 Offizielle Bewerbung
  • Biing 1 (eine schwarzhumorige, schwierige Krankenhaussimulation.) Ist Abandonware
  • Victoria (als Teil einer Serie verschieden betitelter gleich aufgebauter Historienschinken von Paradox Entertainment. Erst kürzlich ist explizit Victoria 2 erschienen) – Link zu Ciao-Bericht
  • und doch ein Titel, der glaub ich zu keiner Serie gehört, ist quasi eher ein Geheimtipp:  Space Colony (Ein Echtzeitstrategiespiel, das ziemlich verrückt und witzig ist. Leider auch relativ schwierig) Link zu einer Beschreibung aus der Zeit, da das Spiel neu war

Aktuell scheint „Cities in Motion“ das Zeug dazu zu haben, mich zu fesseln – ich meine „100 Jahre Transportgeschichte“, „dynamische Stadtentwicklung“: das klingt kess und überhaupt bin ich ein Fan der Softwareschmiede Paradox Interactive.. leider musste ich nach Installation der Demo feststellen, dass meine Grafikkarte zu oll ist, und zwar um eine Stufe (gefordert ist GeForce ab 8800, ich habe 7025). Ist das frustrierend. Der Rechner ist noch kein Jahr alt *grummel*

Abandonware: Season of Sakura: hihi

Hinter dieser ominösen Überschrift verbirgt sich eine

Empfehlung für ein kostenloses, den Januar-aufheiterndes-Ab16-Spiel

  • Man benötigt: einen Dos-Emulator, eine Downloadseite (z.B. diese) und ein Programm, das .rar-files entpackt
  • ein Screenshot von mir:
  • Wie man daran und anhand des Titels erkennt, ist dieses Spiel nichts für Japanhasser. Und vielleicht auch nichts für Feministinnen und Anti-Fantasten. Also Leute, die alles bierernst nehmen und nie Bier trinken, hoho.
  • Das Bild vermittelt uns u.a., dass der Protagonist Shuji heißt: der Spieler ist ein 16jähriger, athletischer Typ, der die Schule wechselt und von einer Schar Mädels heiß begehrt wird. Natürlich nur, weil die ihn für ihre jeweilige Sportmannschaft wollen. Oder ?
  • Vorn im Bild ist die Sake-trinkende Klassenlehrerin, die mich gar mächtig an Misato von Neon Genesis Evangelion erinnert. Auch Ruri, die in Kapitel 2 oder 3 dazustoßende verschüchterte Mitschülerin ähnelt einem NGE-Charakter, nämlich Rei Ayanami.
  • Genre: irgendwo zwischen Adventure, Dating-Sim, Softporno und E-book. Warum? – eigentlich kann der Spieler sehr wenig frei entscheiden. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten klickt man in 80% der Zeit durch den Text durch und die Herausforderung besteht höchstens im Finden des Textes eines Mädchens, der weiterführt. (bis zum Fund klickt man mitunter alle Aussagen und Gedanken zum 3. Mal durch). Wenn es zu den raren Momenten kommt, wo man eine echte Wahl hat, sollte vorher gespeichert werden, sonst passiert es wie mir:
    Shoko besucht mich zu Hause, um mitzuteilen, dass ich mich im Soccer nicht unbedingt so anstrengen muss, das wär schon okay so.. blabla… sie will mich massieren, das macht sie mit allen Soccerspielern, ich denke „klar“ und „ist das nicht die rosahaarige Nymphomanin, die alle anderen Girlies hassen?“ sie teilt mit, sie warte schon sooo lang, jetzt müsse es mal abgehen und entblößt schon mal eine Brust. Ich, in Gedanken an andere, chauvinistisch-arglose Spiele klicke „accept“ und beobachte die ulkige ab16-Sexszene (mit durchsichtigem Penis, hihi), um danach festzustellen, dass das Spiel hier endet- mit Kirschblüten, die über Shokos verliebtes Gesicht flattern.
  • ein Blick in die beigelieferte russische Textdatei offenbart: dieses Spiel ist nicht so polygam wie all die anderen- wer eine Mausi flachlegt, den wollen die anderen nicht mehr, das macht ja auch psychologisch Sinn.
  • Die Musik ist lustig bis nervig und daher genau das Richtige für graue Januar-Tage.
  • Empfehlung für alle, die Bock auf harmlose Schülereskapaden haben und gerne oft Tasten drücken. Mit der Maus ist nämlich nicht viel zu wollen, man benutze retromäßig Enter und Pfeiltasten.
  • Zum Starten des Spiels die Batch-Datei „Saku-FM“ auf die DOS-Bos ziehen, zum Speichern im Spiel Esc in einem Auswahlmenü drücken.

Glücksräder zum Selberspielen

Ich kann es nicht genau erklären, aber Spielshows mit flachen Konzeptionen übten seit jeher einen besonderen Reiz auf mich aus und eines, dessen Hochphase ich miterleben durfte, ist das sogenannte Glücksrad. Ein Galgenraten für den Kapitalismus. Das mit den Preisen war mir also oft zu hektisch und suspekt, aber das Grundprinzip bleibt spannend, warum dann nicht selbst spielen ?
Als Grundschüler hatte ich das Glück, sowohl eine Analog- als auch eine Computerversion daddeln zu dürfen, und ich bilde mir ein, auch meine Freundinnen beteiligten sich gern.

Brettspiel


Die „Junior“-Version von Parker ! Ein Pappgepoppel, bei man die Begriffe schnell mal „aus Versehens“ sah und sich einen Wolf mit den Plasteabdeckungen schob..

Digitale Version

Das Spiel ist mittlerweile Abandonware, kein Wunder, ist ja 1989/90 erschienen, und zwar in englisch, deutsch und französisch. Ich besaß die DOS-Version, die in grün-orange-gelb auf schwarz alles bot, außer vielleicht der Ansicht der Preise 🙂 dazu gab es einen „Tüttüt-tütüt-tüdeldüttdütt, tüddeldü-düüüüüü“-InternalSpeaker-Sound, den ich mit der hier verfügbaren Version nicht reinkriege, aber braucht vielleicht einfach noch diesen speziellen Sound-Emulator, den find ich auf die Schnelle nicht mehr.

Download unter:  http://www.winhistory.de/downloads/downloads.htm – ziemlich weit unten.

Unter XP läuft das Spiel ohne Dosbox, einfach die Stapeldatei „rad“ öffnen und die F-Tasten bereit halten.

Einen eigenen Screenshot krieg ich auch grad nicht hin, schade, deshalb hier einer von der C64-Version, sogar animiert.

Die Dos-Variante hatte wie gesagt nicht so viele Farben und bei meiner (immer auf den nächst neueren Rechner weiterkopierten) Kopie zerhäckselte sich das Drehrad irgendwann in Viertel, die sich beim Drehvorgang munter mischten und durcheinander hüpften, bizarr.

Übrigens hab ich nie die Bonusrunde zu lösen geschafft, weil

a) die Begriffe aus den 80ern mir nicht immer geläufig waren und

b) den Tipp mit der Pause-Taste ich erst jetzt erfuhr

Darum hieß es immer: „Schade, leider nix mit der Segeljacht !“

oder der Diamantenkette. Stattdessen gab es einen matten Eintrag in der Bestenliste, der bei einmal Versagen beim unterm selben Namen spielen wieder verschwand.

(Bild)Quellen: spieletest.at, hood.de, c64-wiki.de