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Bahnhofsbilder VII

Heute zwei Bilder aus Bahnhöfen, deren Städte mit L anfangen:
Eine Frage und eine Feststellung.

Wer weiß was über diese beige-blau lackierten Waggons ?


Lichterfelde ist nicht Lichtenberg. Ein Pils bleibt aber ein Pils.

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Bahnhofsbilder (Dritter Teil)

Diesmal bin ich entschlossen, die Serie nicht unbeendet zu lassen, wie soviele Fortsetzungsansätze zuvor. Ha !
Deshalb: immernoch B -: Berliner unterwegs und in Berlin unterwegs.

Die.. äh.. Dackel der Vereinigung.


Aber sagt man nicht eigentlich, Berlin wär die Dreckhauptstadt ?

Bahn(hofs)bilder die Zweite

Da ich alphabetisch nach Dateinamen vorgehe, kommt nach dem gestrigen A nun das heutige B wie … Berlin.
Leider Gottes muss ich dort für jede Fernfahrt umsteigen, weil meine Landeshauptstadt von keinem IC oder ICE angefahren wird *narf*

Was muss das für ein Heulen gewesen sein, als der Schlumpf stieg ?


Horizonte, soweit das Auge reicht.

die Meinung der Miesepetra: „Die Kleinmädchenfarbe hat in einer Fickschnulze nix verloren“

Kürzlich hatte ich eine nähere Beschreibung eines „rosa Buches“ angekündigt. Damals hatte ich auch schon ein Foto vom Buchcover gemacht – und in der Zwischenzeit war ich auch fleißig, denn ich wollte unbedingt die Unterschiede zwischen Pia und Rosa herausarbeiten.

Das alles abzutippen ist mir nun aber doch zu anstrengend und zeitaufwändig. Vernünftige Texter kondensieren ja auch. Das sollte ich langsam mal üben ! Qualität statt Quantität !



An jedem Kapitelanfang des Romanes „Unanständig“ von „Rosa Sophie Mai“ steht ein Zitat von Größen wie Henry Miller oder Oscar Wilde. Falls dies die Geschichte, die im Wesentlichen im aktuellen Berlin spielt, in einen größeren Kontext setzen soll, so ist es zumindest ein netter Versuch, an die Tradition grandioser Hedonisten anzuknüpfen.
Letztendlich handelt es sich aber um die Geschichte einer jungen Frau, derer Prinzessinnentraum wahrgeworden ist.
Was mich aufgrund des häufigen Vorkommens des Wortes „pink“ und der gelegentlichen Zitation von Popsongs abschreckt, kann ja für viele andere LeserInnen dennoch eine Offenbarung sein. Der Mensch ist schließlich so gestrickt, dass er Bücher umso mehr mag, desto mehr Identifikationsfläche ihm die Hauptprotagonistin bietet.
Die Vermarktung des Buches ist auf jeden Fall modern und geschickt. Man gebe zum Beweis nur einmal Autorin und Titel in eine Suchmaschine ein. Dabei wird man auch feststellen, dass die Autorin tatsächlich die Mausi vom Coverbild ist. Sie vermarktet also ihre ganze Person, was bemerkenswert (aber topaktuell) ist..
Die Geschichte ist womöglich ein rotes Tuch für Hardcorefeministinnen, ist doch die Emanzipation der Protagonistin nur vorgeblich. Madame lebt ihren freien Willen aus, aber sie muss sich rechtfertigen („meine Beziehung war so einengend, ich habe solange stillgehalten, dass ich jetzt mit gutem Gewissen wild vögeln kann“), bekommt den Umzug von Papa finanziert und die Wohnung dank des Flirts mit dem Makler. Die Frau ist die Reagierende, die, die für schickes Aussehen alles ausgegeben bekommt. Die Niedliche, die Schutzbedürftige. Die Anbiedernde, die Ausnutzende.
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gefundene Mitteilungen der Woche

Diese Woche gab es schon zwei Begegnungen schriftlicher Art, die kurz Frohsinn bei mir auflodern ließen – und weil ich heute keinen Trübsinn verbreiten möchte, teile ich die kurzerhand weiter aus:

  • eine (für mich jedenfalls) sehr erfreuliche, im Newsletter gefunden (wo sonst nur lahme News alá „kauf mich“ sind) und mit Erstaunen aufgefasste Ankündigung- Klar wollen die Newsversender damit auch nur Kauflust erzeugen, aber es ist auch wirklich ein spannendes (und hoffentlich gutes) Produkt:„Ewigheim: Aufnahmen zu „Bereue nichts“ in Kürze abgeschlossen“
    […] Der „Nachfolger zu „Heimwege“ (2004) wird zehn Stücke ohne jede Veränderung mit sich bringen.“ Dazu eines der beiden Bandmitglieder:
    Es ist Herbst, ihr werdet sentimental. Die besten Voraussetzungen also, das eigene, nutzlose Dasein zu überdenken. Da wir unverändert der Meinung sind, dass es besser ist, würdevoll zu gehen als sich durch ein Leben ohne Ziel und Zweck zu quälen, ist ‚Bereue nichts‘ längst überfällig. Es ist abermals nicht mehr oder weniger als ein musikalischer Denkansatz, gedacht für die Labilen, Verbitterten oder Klugen unter euch… Gute Reise.“
  • Die Seite „notes of Berlin“ gefunden – dort viele heitere, wenige langweilige, manche bedenkenswerte Fotos angeguckt, sehr praktische Kurzweil ! Nur zu empfehlen und nicht umsonst schon relativ populär.
    Mein Favorit: („der Hersteller hat fettiges altes Schweinefleisch hinzugefügt“ *kicher*)

politisch korrektes Nudelentsorgen

Ihr seid also gegen Wettbewerb. Warum kickert ihr dann ?

Da sind sie wieder. Mehrere schwarze Knopfaugen. Ich habe die Herzen ihrer Besitzer für einige Stunden erobert. Tolle Wurst. Sie blicken mich erwartungsfroh an und setzen mich damit unter Druck.

Ja, ich sehe schon auch, dass da noch fünf Nudeln auf meinem Teller sind und verflixt, ich will den Teller endlich los werden. Geraume Zeit schon balancierte ich das Ding auf meinem Schoss, während meine Arme einen Meter weiter ein Kleinkind beim Stuhlauf- und -abklettern unterstützen. Mehr Bewegungsfreiraum wär ein Knüller.

Nur, wohin mit dem verdammten Ding ? Es auf den Tresen zurückzustellen ist gerade verboten, die Lesung ist in vollem Gang. Auf den Boden stellen, ohne vorher die Hundebesitzer zu fragen, ob Nudeln Bauchdrücken im Hundemagen verursachen, könnte auch zu Ärger führen.

Scheiße, Zwickmühle. Ich sehe mal um mich, ist irgendeine Rettung zu sehen ? – alle Leute starren kichernd Richtung Bühne, bis auf einige, die belustigt auf mein wuseliges Kind gucken. Hier, der hat das Kind schon angelacht, der ist vielleicht nicht ganz so angepisst, wenn ich ihn anspreche. Aber es darf nicht zu laut sein (keine anderen Leute mitstören), auch nicht zu leise (eigentlich muss ich den Vorleser doch irgendwie übertönen). Ich komme mir sehr blöde vor. Was, wenn die bereits runtergefallenen Nudeln nur mühevoll toleriert wurden und eine Hasstirade losgeht, sobald ich meine Restnudelfrage gestellt habe ?

Tief durchatmen. Sich ins Gedächtnis rufen, dass wir es mit Menschen zu tun haben, die den globalen Ponyhof fordern:

"für den Ponyhof: Kommunismus"


Böse Worte kommen doch jetzt und hier bestimmt nicht vor. Also: „Äh… können die Hunde die Nudeln fressen ? [oh gott, ist das eben eine spezifistische Äußerung gewesen?] Oder gibt das Bauchschmerzen?“
Antwort: „Hm, frag doch mal ihn, dem gehört er.“
„Ihn“ kann ich in keine Schublade einordnen, ich erinnere mich nur müßig an einen anderen Spruch vom Klo:

männlich-rigides Auftreten ist nicht erwünscht


Das ist allerdings eher schlecht, weil rigide Männlichkeiten könnte ich abschätzen, ich würde mein unterwürfigstes Gesicht machen und auf meinen Missstand hinweisen, an Beschützerinstinkte appellieren, zugleich meine Schuld einräumen (ich hätte ja besser auf die Kinder aufpassen können, dann hätten sie die Hunde nicht angefüttert).. Nun sehen mich zwei, drei große, schwarze Hunde als ihren Messias an und der verdammte Teller fällt mir gleich runter..
Ich sehe dem androgynen bunten Typen nicht ins Gesicht, während ich ihn kleinlaut nach den Verdauungsmöglichkeiten seiner Hunde befrage, ich verstehe seine Antwort auch nicht als 100%ige Zustimmung, aber, meine Fresse, weg jetzt mit dem Ding. Ab unter den Stuhl damit.
– drei schwarze Hunde lecken x-mal unter meinem Stuhl einen Teller sauber. Ich denke kurz an meinen Stiefvater, der mal ausgerastet ist, weil eine Katze einen Menschenunterteller ablecken durfte.
Was für ein Spezifist. Gut, dass es hier anders ist.

und dann reicht es mit dem bunten Haus.

… und am erlauchten See.

Am verbotenen Meer war es schön, doch nicht für ewig, darum mussten wir zurück, ins Touristische.


Zuvor dachte ich, Köpenick sei ein wurstversessenes Dorf voller Konservativer und Hooligans, etwas gänzlich Glanzloses also, jetzt weiß ich : dem ist nicht ganz so. Spätestens vor dem Schloß angekommen dachte ich: ich nehm alles.
Und auch das Schwein.