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Skypende Rentnerinnen und reiche Exildeutsche

Eine Dokumentation, die den Zeitgeist beschreibt, wie ich finde.
Man könnte soviel diskutieren über diese Familienmodelle und die Au-Pair-Großmütter, über die Folgen der Globalisierung und und und ..
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Wer mal eine halbe Stunde übrig hat, sollte mal reinschauen, in die ZDP-Mediathek:
Au-pair-Omas-aus-Germany

KiKaKehlschnitt (am chinesischen Kumpanen)

„Lass uns Freunde sein“ und „Komm spiel mit mir“ stand auf der Verpackung. Die Zielgruppe des KiKaninchen kann freilich noch längst nicht lesen.
Aber die Verpackung binnen vier Tagen zerlegen – was das Kaninchen damit kontert, dass es nach vier Tagen mit der Selbstzersetzung beginnt.
Leider hat das Kind auch schon einen kleinen Fleck am polyestrigen Kaninchenfell angebracht: eine Rückgabe der Spielware kann man folglich vergessen.
Raffinierte Spielzeugfirma ! Raffinierte Öffentliche Fernsehanstalten !
Entwerfen diese blaue mangagestylte Figur, damit sie zunächst ein Frühstücksfernsehen macht, in dem sie mit einem (mir suspekten) Mann Abenteuer in einer Papierschnippselwelt erlebt. Dann machen sie im Laufe des KiKa-Programms massiv Werbung für den Internetauftritt, damit man irgendwann der Versuchung erliegt und mit dem Kind auf dem Schoss vor dem Rechner sitzt – zum Beispiel, um es von einem Trotzanfall abzulenken.
Und als Krönung bieten sie dann für 20 Euro Kaninchenfiguren im Buchladen an. Da geht man vielleicht extra dem Spielzeugladen aus dem Weg, nur um dann beim Bücherbesichtigen mit diesem Fernsehbiest konfrontiert zu werden.
Die 20 Euro setzen sich zum Großteil aus der Lizenzgebühr zusammen, die die Spielzeugfirma (Simba in dem Fall) an die ARD bezahlt. Ein gewisser Teil geht noch in Vermittlungsdienst, Vertrieb, Kommunikation u.ä. Physisch zusammengesetzt werden die Figuren dann in China. Für wahrscheinlich 1 Euro pro Figur. Dass dabei die Verarbeitung nicht mehr sorgfältig geschehen kann, ist vorstellbar. Nun handelt es sich aber nicht um einen Deko-Artikel, den man zwei Monate anguckt und dann wegschmeißt, wie bei den viel gekauften Niedrigpreisartikeln.
Sondern das Biest soll ja, so fordert es einen schließlich auf der Verpackung und bei seiner Internetwiese auf, ein Begleiter zum Spielen sein. Dabei wird es natürlich geknuddelt und gefuddelt.
Darum es ist doch ein Unding, wenn nach vier Tagen die ersten Nähte aufgehen und das Kaninchen ein Loch im Brustfell bekommt.

Mit chirurgischer Präzision hat Frau Panther die Wunde vernäht.

Der Powertrack zum Samstach


Damals und dort waren die Hitshows ein wenig anders.. Der Sound war schlechter, der Moderator verbreitet mehr Infos.. Und dann stehen die Sisters da und verkaufen ihre düster-schwadigen Lieder.. hm..

Die Dekadenzen des Monats

Was ist heutzutage schon noch dekadent ?

– Sind es die bizarren Palmen-Rüssel-Getränke vom Nachbartisch ?

– Sind es Socken für Tischbeine ? („sehen witzig aus und schützen Stuhl- und Tischbeine vor Kratzern“)

 

– Ist es ein Birnensoufflé auf einem Amüsierschiff ?

– Oder aber ist es, wenn man zwei  Fernseher zugleich betrachtet ?

Mama will Kika (dank großer Augen)

Ich freue mich und möchte wirklich mal Fernseh gucken, denn es sind einige Großäugigkeiten im Kika angekündigt. (wer als Mensch nicht von manga-artigen großen Augen angezogen wird, verleugnet etwas *behaupt*)

Zur besten Mittagsschlafzeit (12Uhr) gibt es morgen:

„Die kluge Bauerntochter“ – Märchenfilm von 2009 mit der Anna Maria Mühe

Warum ? – es ist doch sinnvoller, mit dem zufrieden zu sein, was möglich ist. Irgendwie muss mensch doch optimistisch bleiben.
Hier also ein (älterer) Vorbericht aus dem lustigen MDR-Magazin:

Außerdem kommt immer 18.15 Uhr wieder Marcelino, eine Serie, die ich im letzten Jahr erst verstörend kitschig fand, jetzt aber irgendwie mag. Hat man den Schock über den Mönchsfaktor und den Schwülstsong erstmal überwunden, ist es doch ganz rührend.

Der Ohrwurm:

und hier die Episoden mit dem Kleinen (der zwar ein Waise, aber voll lieb zu allen ist. Inklusive der Tiere, mit denen er spricht.)

Alles muschepupu, Alles larifari, Alles Warten.

Das soll ein dröger Artikel über dröge Befindlichkeiten werden.

Die Dröge ist nämlich am dritten Dauerregentag inzwischen so weit in mir, dass das dröge „Regenlied“ von Funny van Dannen in meinem Kopf auf Endlosschleife ist. Ab und an singe ich es auch durch die Wohnung: „Regen, Regen, auf allen Wegen, Reeeegen, Reeeegen, wir haben nichts dagegen, Reegen, daaaddaaaa blaaabllaaa nödel, nödel, dadel,dadel, düdüdüdeldüdel..“

Natürlich ist es ausgesprochen abgenudelt, über Wetterbefindlichkeiten zu schreiben, deswegen versuche ich auch auszuführen, dass es nicht das Wetter an sich ist, das mich stört, sondern was es bewirkt und was es verhindert, wie es  Pläne durchkreuzt und die Mitmenschen beeinflusst.

Dazu passt halbwegs ein anderes Regenlied, das schmissiger als das oben genannte ist:

In zusammenfassendem Rückblick auf die letzten Tage finde ich, dass ich ganz gut gegen die Drögheit gekämpft habe, aber heute morgen aufgegeben habe – in Anbetracht des vom Gewitter erzeugten Muschepupu-Lichtes beim Frühstücken.

Manchmal muss mensch die Phasen des fruchtlosen Wartens wohl einfach aushalten – und die Angst davor akzeptieren, dass es vielleicht so bald keine besseren Phasen geben könnte.


Die enttäuschtesten Phasen habe ich eigentlich eher, wenn Strahlewetter ist. Ich schau dann oft aus dem Fenster und bereue es doch irgendwie, nicht so gesellig und energetisch zu sein, wie es bestimmt da gerade Leute draußen machen – habe aber tatsächlich auch keinen Antrieb, mich z.B. in die Tram zu setzen und in die Innenstadt zu fahren.

Graues Wetter hingegen gibt mir die beruhigende Vorstellung, dass viele Andere auch bloß in der Bude hocken und ihre Freizeit-draußen-verbring-Pläne verwerfen.


— abstrakte Betrachtung Ende, Tagebuchverschnitt Anfang —


30.6.: eine Frau aus einer Kita ruft an und will wissen, ob wir den Platz in der Waldstadt nun zum 1.9. brauchen, oder ob sie die Person vom nächsten Listenplatz nehmen soll. Ich reagiere überfragt und kann die innere Panik nur mühsam durch einige hingestockte ähs und öhms überspielen, bis ich ihr in einem Anfall von Philanthropie und Optimismus sage, dass ich nicht genau zusagen könne und wenn die Person nach mir den dringend brauche, naja, dann wolle ich nicht im Weg stehen.

Hoffentlich war der Optimismus berechtigt und ich finde, wenn ich ihn benötigen sollte, wirklich einen Kita-Platz, der näher an der Wohnung liegt. Bis in die Waldstadt hätte es doch wieder 30min. pro Fahrt gebraucht.

Die Angst, entweder doch keine offizielle Beschäftigung zu finden (habe noch immer keine Einladung zur Vertragsunterzeichnung, was wenn die den Antrag nicht durchkriegen ?!) oder den BFD-Platz zu kriegen, aber dann keinen zeitlich passenden Kita-Platz, scheint mir nicht ganz unberechtigt.
1.7.: Keinen Grund gefunden, dem Kita-Sommerfest der großen Tochter fern zu bleiben. Also mit kleiner Tochter im Gepäck und leichter Übelkeit als Vorfreude den 45 min. Hinweg angetreten. Da an jenem Tag noch Sonnenschein war, konnte ein Theaterstück bewundert werden, dass in Anbetracht des Ortes durchaus künstlerisch und putzig war. Das Publikum, bestehend aus Lohas-Frauen und Kleinstkindern, kicherte und klatschte begeistert. Frau Panther grübelte derweil über die Moral des Märchens nach und wie sich der Vater, der den Wolf spielte, wohl fühlen mochte…

Danach verloren zwischen Müttern und Vätern gestanden, die im Gegensatz zu mir in der Nähe der Kita wohnen und / oder an der Uni sind, also sich einigermaßen kennen und beplaudern. Eine Stunde lang versucht, während des Bespielens der Attraktionen mit den Kindern souverän auszusehen, dann aufgegeben, Vater machen lassen und mit einem schwarzen Kaffee an die Brüstung gelehnt.
2.7.: Der Samstag, der von langer Hand mit Freunden und mit Freude geplant war, bis in Uhrzeitendetails. Es nieselt, das ist erstmal nicht so schlimm, wir gehen trotzdem einkaufen am Vormittag. Leider wird der Regen nach dem Mittag eher mehr als weniger, die Vorstellung, Nachmittag und Abend draußen zu verbringen, gewinnt immer mehr unvernünftige Züge. Mit Kleinkind aufm Arm trägt sich der Regenschirm schlecht, auch ist es zu windig für jenen. Wir verfügen auch nicht über wasserdichte Jacken und Schuhe wie die Freunde, die das Programm somit ohne uns durchziehen. Und abends dann zu erschöpft sind, um noch zu uns zu kommen. Dafür habe ich Verständnis, aber auch Neid. Ich sage mir dann immer, dass bestimmt so in 1 bis 5 Jahren ich auch mal wieder einen fetzigen, kinderlosen Samstag verbringen werde, aber so richtig glauben kann ich mir da nicht.

Abends trotzig 30 min. alleine durch den Regen gestapft, bis mir die Schuhe durchweichten. Sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg der Lieblinsnachbarin über den Weg gelaufen, die ich so gern kennenlernen möchte, aber zu verklemmt dazu bin.
3.7. : Regen, Regen, auf allen Wegen, ich habe nichts dagegen, Regen, Regen.. wieder 30 min. nassregnen lassen, dann in der Wohnung eine Idee für eine gymnastische Übung bekommen und vorgenommen, diese jetzt täglich mehrfach zu machen, ist ganz simpel und schnell machbar und es zieht schnell in diversen Muckis, shaka!

Sich von Freunden und Verwandten auf Termine in den nächsten Wochen vertrösten gelassen.
Nur dank Cheats in der Untoten-Kampagne von „Heroes of might and magic IV“ weitergekommen.

Am Abend ein zeitig schlafendes Kind gehabt und beschlossen, mal wieder Arte im Fernsehen eine Chance zu geben. Erst nur über Unschlüssigkeiten im Film aufgeregt, später kapiert, dass alles nur die Einbildung einer Erotomanin war und nach Filmende darüber trübsinnig geworden.

4.7. : Die Motivationslosigkeit akzeptiert. Warten. Sehe ich da hinten nicht, wie es hell wird ?

ein paar von 100 Fragen

Den Vergleich mit der Pralinenschachtel im Blog von Puzzle fand (nicht nur) ich sehr schön. Auch die vielen Stöckchenfragen sind zum Teil sehr lustig.
Ich picke mir mal drei Fragen raus, die hinter meinen Lieblinsgzahlen stehen *vornehm*
Mal sehen…
6. Warum lügst Du? – Alter Falter, das ist ja gleich eine evil question… v.a., wenn so abstrakt gestellt. *grübel* Ich nehme an: „zum Selbsterhalt und zum Arterhalt“.
12. Deine Glückszahl? – nein, ich glaube nicht mehr, dass Zahlen Glück bringen können. Irgendwie nicht mehr, nein. Was nehm ich bloß als dritte Lieblingszahl…
ich entscheide mich für.. 76. Ja, das ist spontan eine schöne Zahl. Aber welche Frage verbirgt sich wohl dahinter ?
76. Die letzten 4 Ziffern Deiner Telefonnummer? – boah, langweilig. Das sind doch Daten, die keinen interessieren. ich nehme eine andere Zahl..vielleicht mal was ungerades…
19. Vier TV Shows die Du liebst: – äh…*grübel* was, vier Stück ? Haben normale Leute vier Lieblings“shows“ ? wie definiert sich denn Show ? *schon wieder grübel* aaaalso, ein paar fand ich mal recht erheiternd, aber Lieben ? Shows ? neeee.