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Nicht mit der Tradition brechen !

Waaah, ich darf nicht meinen Bloggeburtstag vergessen, es ist der Zweite ! Die Tradition sieht vor, dass Fotos wie dieses gebracht werden, aber das ist erstmal nur der Reminder. Schließlich müssen es eigentlich rothaarige Mausis sein und hochaufgelöstere Bilder. Memo ! Memo ! Foto !

 

Aber immerhin das Kleid ist rot !

Bahn(hofs)bilder IX

Heute bin ich ziemlich unkonzentriert und hin und her gerissen. Ich möchte dringend etwas schreiben, aber alles endet in Tippfehlern.

(das ist mir beim Kommentieren und Mailschreiben und so aufgefallen, war ständig am Zurückgehen und Korrigieren)

Deshalb also lieber Bilder als viele Worte.

Wie praktisch, dass diese Serie noch nicht zu Ende ist. Vor diversen Tagen war ich beim Buchstaben L und nun .. mal sehen, welche Dateinamen noch kommen.. da überrasche ich mich selbst. Es ist dann mitunter auch schwierig, mir pfiffige (?) Bildunterschriften einfallen zu lassen.

Schon "R" wie Radebeul, oha - dort war ich verwirrt am Bahnsteig und rätselte mit Passanten über die verschiedenen Historienzugvereine vor Ort. Dann entschied ich mich gegen die Fahrt mit der Historischen, weil ich Schiss hatte, das Kind würde in einer hektischen Bewegung übers Verdeck klettern.


Passt faszinierend gut zum letzten Artikel, Fremdenfeindlichkeit in Ost-Anhalt.

Gemischte Bahn(hofs)bilder

Viele reisen derzeit
durch Land und Leid
und zwischen den Jahren
wechseln sie Gebaren.

Es folgen in den nächsten Tagen
Zugreisens Antworten und Fragen !

Bahn(hofs)bilder Teil 1

Im Zug ist man leichthin anonym.


Herrschen Liebe und Eierkuchen in den Zügen ?

Geschenke: Dezembersteigerung

eine MItte-Dezember-Geburtstags-Verpackung, die mir nüchtern gelungen ist

mein nutzlosestes Geschenk, das aber entschuldigt ist.

zu wenig Lebkuchenkram geschenkt bekommen !

... dafür aber insgesamt eine mittelgroße Kiste voller Schoki und Gummitiere


Quantität statt Qualität auch dieses Jahr. 3 Tassen, 1 Trüffelhäufchen, 3 Schnapsflaschen nicht mit auf dem Bild.


ich kann auch mysteriös verpacken, unnüchtern quasi.

und das: nach zwei erhitzten Holzmicheln ausm Tetrapak

Besingliche Weihnacht

Mahlzeit !

Oral history vs. Egodokument: Bad Wimpfen

Das Folgende ist im Grunde auch Teil 2 von „In Memoriam: Zwischen Büchern, Forschern und Alten.“


Aus meinem dezembrigen Organisationstaumel wage ich intuitiv eine Pause vom Voranblicken ins Zurücksehen. Und zwar mit dem Versuch, Unterschiede vom Erzählten zum Aufgeschriebenen aufzuspüren.
Wir starten mit dem

Zeitzeugenbericht:
Bad Wimpfen.. ja, das ist eine touristisch sehr hübsche Stadt. Es muss im August gewesen sein, ich war glücklich, wenn auch leicht wehmütig, weil ich wenige Tage nach dem Stadtbesuch wieder zurück in die dröge Stadt meines Studiums müssen würde, wo mich ein schlecht organisierter, fremdbestimmter Umzug in eine riesige, schlecht geschnittene Plattenbauwohnung erwartete.
Es war also Hochsommer und die Stadt taktisch klug auf einer Anhöhe gelegen, so wie man sich die Burgen vorstellt, nachdem man das Rheingold-Brettspiel gespielt hat: unten ein breiter Fluss, dann Grünland dazwischen und dann ging es steil hoch, dann oben die befestigte Burg. Auf der anderen Flussseite die Bundesstraße. Ich wahrscheinlich in Angst, das kleine Auto könnte die gewaltige Anhöhe nicht bewältigen, was es aber doch tat. Ich hatte Probleme, die richtige Parkplatzausfahrt zu finden, war aber auf dem Parkplatz vom anwesenden Klo entzückt. Dann ging es durch eine Unterführung in die eigentliche Stadt. Das waren Gesamtschulen und der übliche kleinstädtische Kram, aber im Altstadtkern ging einem das Herz auf, alles so putzig kleinsteinig und fachwerklich.
Ich war nirgendwo drinne, weil ich mich nicht traute, obwohl ein, zwei Läden oder Essensgelegenheiten ganz nett aussehen.. Obwohl.. ich bin erst nach der Arbeitszeit hin, deshalb war schon viel zu. Man klappte dort 17 bis 18 Uhr die Bordsteine hoch, ja, jetzt erinnere ich mich.
Lange saß ich am Burgrand, so mit Blick übers Land. Alles so bilderbuchmäßig und friedlich. Weiter drinne im Burghof sprachen mich ältere Leute an, ich sah außerdem welche, die wesentlich touristischer aussahen, als ich. Ich spürte keinen Neid, vielmehr dachte ich: Ha ! ihr habt gesellschaftliche Pflichten und ich nicht !
Auf dem Parkplatz machten mir Halbstarke Angst oder wenigstens dachte ich „oh, lieber nicht in die Nähe gehen, die sind doch auf impulsives Handeln aus..“

da irgendwo saß die Zeitzeugin lange rum

Es folgt das schriftlich Dokumentierte, mal sehen inwieweit es mit der Erinnerung übereinstimmt:

– erstmal Schreck: die Erinnerung hat schon versagt, denn laut damaliger Notizen war ich zweimal in Bad Wimpfen-
4.8.2005:
Sitze nun in Bad Wimpfen, was in der Tat ein nettes Klein-Quedlinburg ist, bin aber zu abgelatscht und abgequatscht (konzentrations-un), um richtig Freude daran zu entwickeln; merke nur ein leichtes Positivgefühl beim Ausblick auf Neckarlandschaft, da es gut ist, mal wo anders zu sein und nur den Himmel über sich zu haben.
[ah ja, jetzt erinner ich mich bildlich: ich saß im Burghof und schrieb das, während ältere Damen tuschelnd vorbeischlenderten. Dann geht der Text weiter mit Beschreibungen der Bibliotheksbenutzer. „zwei neue Benutzer, ein jungenhafter Amsterdamstudent und eine paranoide Ursula“]
11.8.2005:
Mittwoch war ich nochmal zwanglos in Wimpfen, bisschen Pfalznähe und Quedlinburgähneln genießen… Als da auch langsam (+endlich) Ende der fiesen Fröstel-periode (–> Herbstwetter. Jetzt aber hoffentlich wieder mehr Sonne + Wärme, weil will schon noch Luftiges + barfußgenießen bevor Jäckchen, Regen + Wind + Nebel wirklich kommt..)

barfuß wurde sogar fotografiert, die Grünzeugbegeisterung muss wirklich groß gewesen sein

ganzheitliches Greifen

Das ist mein Schatten.
Das bin ich.
Und das ist die Welt grandiosen Frohsinns.
Zusammen kommen wir eigentlich nie. Das Begreifen ist zeitversetzt des Ergreifens.