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politisch korrektes Nudelentsorgen

Ihr seid also gegen Wettbewerb. Warum kickert ihr dann ?

Da sind sie wieder. Mehrere schwarze Knopfaugen. Ich habe die Herzen ihrer Besitzer für einige Stunden erobert. Tolle Wurst. Sie blicken mich erwartungsfroh an und setzen mich damit unter Druck.

Ja, ich sehe schon auch, dass da noch fünf Nudeln auf meinem Teller sind und verflixt, ich will den Teller endlich los werden. Geraume Zeit schon balancierte ich das Ding auf meinem Schoss, während meine Arme einen Meter weiter ein Kleinkind beim Stuhlauf- und -abklettern unterstützen. Mehr Bewegungsfreiraum wär ein Knüller.

Nur, wohin mit dem verdammten Ding ? Es auf den Tresen zurückzustellen ist gerade verboten, die Lesung ist in vollem Gang. Auf den Boden stellen, ohne vorher die Hundebesitzer zu fragen, ob Nudeln Bauchdrücken im Hundemagen verursachen, könnte auch zu Ärger führen.

Scheiße, Zwickmühle. Ich sehe mal um mich, ist irgendeine Rettung zu sehen ? – alle Leute starren kichernd Richtung Bühne, bis auf einige, die belustigt auf mein wuseliges Kind gucken. Hier, der hat das Kind schon angelacht, der ist vielleicht nicht ganz so angepisst, wenn ich ihn anspreche. Aber es darf nicht zu laut sein (keine anderen Leute mitstören), auch nicht zu leise (eigentlich muss ich den Vorleser doch irgendwie übertönen). Ich komme mir sehr blöde vor. Was, wenn die bereits runtergefallenen Nudeln nur mühevoll toleriert wurden und eine Hasstirade losgeht, sobald ich meine Restnudelfrage gestellt habe ?

Tief durchatmen. Sich ins Gedächtnis rufen, dass wir es mit Menschen zu tun haben, die den globalen Ponyhof fordern:

"für den Ponyhof: Kommunismus"


Böse Worte kommen doch jetzt und hier bestimmt nicht vor. Also: „Äh… können die Hunde die Nudeln fressen ? [oh gott, ist das eben eine spezifistische Äußerung gewesen?] Oder gibt das Bauchschmerzen?“
Antwort: „Hm, frag doch mal ihn, dem gehört er.“
„Ihn“ kann ich in keine Schublade einordnen, ich erinnere mich nur müßig an einen anderen Spruch vom Klo:

männlich-rigides Auftreten ist nicht erwünscht


Das ist allerdings eher schlecht, weil rigide Männlichkeiten könnte ich abschätzen, ich würde mein unterwürfigstes Gesicht machen und auf meinen Missstand hinweisen, an Beschützerinstinkte appellieren, zugleich meine Schuld einräumen (ich hätte ja besser auf die Kinder aufpassen können, dann hätten sie die Hunde nicht angefüttert).. Nun sehen mich zwei, drei große, schwarze Hunde als ihren Messias an und der verdammte Teller fällt mir gleich runter..
Ich sehe dem androgynen bunten Typen nicht ins Gesicht, während ich ihn kleinlaut nach den Verdauungsmöglichkeiten seiner Hunde befrage, ich verstehe seine Antwort auch nicht als 100%ige Zustimmung, aber, meine Fresse, weg jetzt mit dem Ding. Ab unter den Stuhl damit.
– drei schwarze Hunde lecken x-mal unter meinem Stuhl einen Teller sauber. Ich denke kurz an meinen Stiefvater, der mal ausgerastet ist, weil eine Katze einen Menschenunterteller ablecken durfte.
Was für ein Spezifist. Gut, dass es hier anders ist.

und dann reicht es mit dem bunten Haus.

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Selektive Wahrnehmung (Männerabend)


Eine Auftragszeichnung, als Geburtstagsgeschenk. Soll heißen : die vorliegende Pauschalisierung ist nicht auf meinem Mist gewachsen, ich denke, auch Frauen wollen mitunter nur zocken, trinken, schweigen. Oder zu lauter Musik über das System motzen. Oder sich Umbra et Imago – Konzertaufnahmen geifernd anglotzen.

Da, wo Sachsen-Anhalt am schönsten ist

..haben wir uns einen anstrengenden Wochenendausflug gegönnt !

So fangen die besten Urlaube an !

nach den vielen Lästereien, die ich über dieses Bundesland betrieb, rächte es sich mittels heutigem Heimweh, das mich auf der Rückreise befiel und noch nicht ganz weg ist. Schon vermisse ich das Geknödel (fachbegriff für dortigen dialekt), die herzliche Freundlichkeit, die den Brandenburgern eher abgeht, die Berge und, ja, auch die Industrielandschaften. Einmal mit dem Zug durch Leuna ist schon ein Erlebnis. Aber erstmal ein Bild vom Bahnhof, an dem wir von IC auf Nahverkehr umstiegen:

Was für die Herren, aber auch ein geografischer Hinweis.

Leider wird so eine Bahnreise in die Berge schnell anstrengend und kommt deshalb nicht so oft bei uns vor.
Auch gab es wenige Fussgängergehseitenwege, von Bussen ganz zu schweigen.

Wir wurden schnell zu hüftlahmen Hanghühnern, aber die Aussicht hat sich gelohnt:

Hier das Ziel unserer Reise, dessen Namen es zu erraten gilt, weil wir ja zwanghaft aus jedem Dings ein Quiz machen müssen ^^

Und, damit es vollends seltsam wird, ein komisches Bild vom Reingeh-Anlass ( ich hoffe, das ist alles anonym genug.. ) :

Das Hundekot-Diktat und Ideen dagegen

Hier und heute lasse ich mich endlich über ein Thema aus, das mir schon lange am Herzen liegt, pardon: am Schuh klebt.

Die wurstigen Exkremente waschechter Wursthunde

Jaja, das Thema ist ein wenig abgedroschen und so viele haben sich schon darüber aufgeregt, aber ich muss es auch nochmal tun, denn :
ich lasse mir nur ungern meine Lebenswege von den Ausscheidungen der fleischfressenden Schoßtierchen fauler oder inkompetenter Mitmenschen vorschreiben ! Da es sich also um ein freiheitliches Anliegen handelt, ist mein Ansinnen keineswegs bieder oder spießig. 

Ich fordere:
DNA-Erfassung jedes Hundes gleichzeitig bei der Steueranmeldung

In manchen Städten steht bereits eine Bußgeldstrafe auf das Kotliegenlassen, aber was nützt das, wenn der Zeuge weder Kot noch Besitzer einwandfrei identifizieren kann ?

Manchmal war ich kurz davor, Leute mit just kackenden Hunden anzuraunzen, aber würden die mir ihren Pass zeigen, damit ich sie anzeigen kann ? Wohl kaum. Die sagen dann vielleicht eher: „Fass, Hassan!“

– wenn nun jeder Hund genetisch erfasst wäre, könnte ich mit einer gewissen Befriedigung die Scheiße aus meinem (oder eines Kindes) Schuhsohlenprofil kratzen, in ein Beutelchen rein und ab damit ans Ordnungsamt !

Kurze Recherche zur Hundesteuer: Sie soll von der Luxussteuer des 19.Jhd. abstammen und die externen Kosten abfangen, die der Stadt durch Hunde entstehen. Sie gilt nicht als Erkaufen der Scheißerlaubnis, wie manche Herrchen denken. Die Stadt reinigt ja nicht jeden Haufen weg. Und sich als Hundehalter im Recht zu fühlen, weil der eigene Köter ja „nur auf Wiesen kackt“  ist falsch.

Meines Wissens besitzt eine Gemeinde doch Grünflächen (Wiesen, Gebüsch, aber auch Rabatten), damit die Bewohner sie zum Gucken und Spazieren nutzen können, nicht damit Luxustierchenhalter keine Entsorgung der stinkenden Batzen selbst vornehmen müssen.

Es pisst mich an (ja, in der fäkalen wütigen Sprache bleiben):

  • dass ich mich nicht unbefangen auf die Wiese vorm Haus setzen kann
  • dass ich im Herbst nicht durch Blätter rascheln kann, ohne alle Schuhe kontrollieren zu müssen
  • dass ich so manche schönen Altstadtbauten kaum anschauen kann, weil ich vor meine Füsse gucken muss
  • dass die Kinder nicht ungezwungen Laufen lernen und die Natur kennenlernen können, weil ständig die Betreuungsperson die Schrittroute korrigieren muss („Geh nicht in die Scheiße!“)
  • dass der Mensch anscheinend verpflichtet ist, auf asphaltierten Wegen zu bleiben, damit Wuffi auf allen anderen Flächen abseits ungeniert abkacken kann
  • man sich vielen Bäumen nur unter äußerster Vorsicht nähern kann
  • dass Fussballspielen, Fangen, Bäumchen-Wechsle-Dich, Verstecken usw. nur noch auf sterilen Flächen, die z.B. abgezäunt sind, möglich ist
  • dass selbst auf offiziellen Spielplätzen oft eine ausgiebige Inspektion vor der Nutzung nötig ist

Zusammenfassend:  es wird mächtig geschimpft, gerade von älteren Bürgern, dass junge Mensche so naturfern, stubenhockerisch sind, nur noch Events und Indoorspielplätze besuchen, vorm PC hocken usw.

-aber kann mensch es verdenken, dass „die Jungen, agilen“ lieber vorm sauberen Bildschirm sitzen statt einen potenziell scheißeverschmierten Fussball ins Gesicht zu kriegen, beim Benutzen von Spielgeräten in bekackten Sand zu fallen, beim Verstecken im Gebüsch mit 2 Tonnen Scheiße unterm Schuh gefunden zu werden… beim Steinesammeln, Blättersammeln, Kastanienfinden auch stets 10 „Häufchen“ zu finden ?

Mein Aha-Erlebnis:

ich wagte es eines Tages doch mal, mich auf eine innerstädtische Wiese zu setzen und das Kleinkind im Überschaubaren Bereich laufen zu lassen (kein Hund oder Fahrzeug in Sicht), es kommt zurück und bringt mit: einen getrockneten Hundehaufen. Ich überlegte dann kurz, die nächst vollgekackte Windel im Busch zu deponieren, auf dass ein Hund sie apportiere.

Vor dem Hintergrund bekomme ich sogar ein wenig Verständnis für die Eltern, die ihre Kleinkinder auch auf kurzen Strecken sofort und gnadenlos in den Buggy packen. Vielleicht wollen die einfach nur vermeiden, dass kurze unachtsame Augenblicke zu Kinder mit kotstinkenden Händen führen ?

Über den Urin rege ich mich noch nicht mal auf, ich bin also moderat 😉

Ansonsten:

nee, tut mir leid, wer kein Tütchen bedienen kann, darf eben keinen Hund halten. Oder muss einige Bußgelder einplanen. Für Behinderte, Alte etc. könnte doch sicher was entworfen werden, damit die auch ohne Bücken an die Häufchen kommen. Was am Stab oder ein Sauger mit langem Rohr.

p.s.: Der Mensch (zumal der weibliche) muss meist 30 bis 150 Cent berappen, um einmal pullern zu dürfen. Der Hund legt einfach so los.

Ist das nun umgekehrter Spezifismus ?

Tipp für Fussball und Fischfreunde

nich iebel, das könnten Bundesligisten doch irgendwie mal toppen, statt immer gleich langweilig für Nich-so-sportliche zu sein

Für mehr Schauspiel im Sport !
Ja, noch mehr-her !!

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