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Toastbrotkatze

Toastbrotkatze wunderbar
mach mir meine Träume wahr


Alle Menschen, alle Katzen
reisen in dein Land aus Watte
und sie sehen deine Tatzen,
die der Toaster beschrieb’n hatte.

Ein Déjà vu, ein wiedergefundenes Lachen

"Na, du kleines Wutzi-Wutzi, dich kenn ich doch irgendwoher !"

… dachte ich beim Aufblättern jenes Verschens. „Konntest du doch mal auswendig.“, sagte ich zu mir. „Das muss doch wohl auch in der anderen Ausgabe gewesen sein, in der ich früher viel las.“ Und siehe da:

Es ist in beiden Büchlein vorhanden, im älteren sogar mit grandiosem Zusatz- einer rangekritzelten, verständig-wirken-sollenden Lache („Hä Hä“).

Was war das bloß für eine Unsitte, in Bücher mit Kulli reinzuschreiben.. Dennoch ermöglicht mir diese damalige Macke, schnell mal Rückschlüsse über alte Geschmäcker zu ziehen..

Erschöpfung (nach dem Erblicken einer entgleisten Tram)

Ein ums andere Mal

zitierte der Admiral

den atonalen Zitteraal

in seinen Nationalsaal,

steckte ihn ins Futteral

und kicherte dann gutteral.

Die ganze Welt ist Melas Stadt.

eine momentaufnahme. meinung vieler momente. aber nicht immer und aller, keine angst. In Kursiv: Textstücke von 2008

 

Und wer da geht durch Berges Nacht / unerschrocken vor Weltens Matt
Der ist zwar noch nicht zur Strecke gebracht (doch muss er einsehen:)
Die ganze Welt ist Melas Stadt.

(Melancholia:)
Dystenschöne
Konstanz und Sinn
Durch deine Regelmässigkeit
Durch deine Schleierwolken
allem gibst du Sinnlosigkeit

du bist die einzige Gerechtigkeit

Memory, hither come

„Sonne Hagal“ ist ein Neofolk-Projekt aus Rathenow;

„Memory hither come“ ist ein Gedicht von William Blake;

zusammen finde ich es sehr gelungen 🙂

 

Memory, hither come,
And tune your merry notes;
And, while upon the wind
Your music floats,

I’ll pore upon the stream
Where sighing lovers dream,
And fish for fancies as they pass
Within the watery glass.

I’ll drink of the clear stream,
And hear the linnet’s song;
And there I’ll lie and dream
The day along:

And, when night comes, I’ll go
To places fit for woe,
Walking along the darken’d valley
With silent Melancholy.

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Abgänglichkeiten

Die schönen haare
dahin dahin

ein schlechter ärztesong sitzt seitdem
im hirn und yeah yeah yeah
mein baby war beim frisör-hör

Die saubere wohnung
passé, passé

nudeln, reis und kekskrümel kleben
verteilt in wüster zerstreuung und
am spiegel macht sich spucke breit

Das schöne buch
vorbei vorbei

eine klassische desillusioniertheit bereitet boden
für freyburger roséwein, aaaachhh
Aus schönen Flaschen, immerhin.

Konsumtempel, die X.

Um „muschepupu, der dritten“ vorzubeugen,
in argem Erinnern an „muschepupu zwei“
und schlimmen Gedanken von „muschepupu eins“ –

Stand ein Kätzchen verloren im Trüffelladen
spätgestern am Abend, elefantenumgeben.
Flusspferde schnarrten, Vögel starrten,
dem Kätzchen wurde heiß und kalt.

Plappertiere suchten Geschenke,
Katze, klein, suchte und suchte

Nougatschlecken, Trüffel entdecken
das ist siebzig cent das stück wert
und verirrte dialoge mit der verkäuferin
katze, ganz klein, spürte schwere blicke
ungeduldiger elefantenpassanten, rüsselswilde.