Posts Tagged ‘ Gothic Rock ’

Der Powertrack zum Samstach


Damals und dort waren die Hitshows ein wenig anders.. Der Sound war schlechter, der Moderator verbreitet mehr Infos.. Und dann stehen die Sisters da und verkaufen ihre düster-schwadigen Lieder.. hm..

Drinnen ist es kälter als draußen

(sowohl physisch als auch psychisch)

Das Haus ist gut gedämmt,

es weicht kaum Kälte nach außen.

Man müsste eigentlich die Jacke anbehalten,

wäre man nicht so ins Schwitzen geraten auf dem Hinweg.

 

So sitzt man vor dem Fenster, schaut auf die Herbstsonne

und friert. Überhaupt, wie sähe das denn aus, so mit Jacke im Zimmer ?

Man kann zittern und bibbern, die Kälte geht nicht weg.  Man sollte singen

und hüpfen, wie Andere. Denn im Lockeren liegt die Wärme, die die Anderen erfüllt.

Konfrontiert mit dem Legal-Abscheulichen, dem…

Ein impulsiv-emotionaler Bericht, aber vielleicht teilt die ein oder andere meine Abscheu.

Heutigen Tags geschah es, dass ich eine „MeinVZ-Freundschaftseinladung“ vorfand und mir skeptisch das Profil des namentlich Unbekannten ansah. Der Name klang wie ausgedacht, so „ein Vorname und ein Nachname, der wie ein Vorname heißt“, deshalb dachte ich: guck mal lieber, nicht dass es ein Bekannter mit Pseudonym ist.

Es war aber keine real bekannte Person, sondern ein 49-jähriger, der in meinem Viertel wohnt und bei den hiesigen Verkehrsbetrieben arbeitet – das sind wiederum Infos, von denen ich nicht wüsste, warum man die vortäuschen sollte.

Leicht entsetzt fürchtete ich, dieser Jemand hätte sich irgendwie auf der Straße mich in den Kopf gesetzt und checkte meine Profil- und Privatsphäreeinstellungen, aber nein, puuuh, ich bin unter Pseudonym, eingeschränkt sichtbar, Foto nur von hinten usw.

Der Herr hingegen bekennt sich dazu, Interesse an

„alles was spaß macht zusammen,fkk, junge frau ab ca 18 jahre für beziehung und mehr zusammen „

zu haben und ist als korpulenter Kurzhaariger auf einem Fahrgastschiff abgebildet. Mir wurde kurz leicht übel, aber ein seltsames Interesse am  Widerlichen zwang mich, weiter zu gucken. (als ob es nicht reichen würde, dass ich ab jetzt jeden Tram- und Busfahrer kritisch beäugen werde)

Ich sah in Photoalben, wo er seine virtuelle Person auf die Brüste junger Frauen in Unterwäsche verlinkt hatte, die allerdings selbst Kommentare bzgl. ihrer Photos abgaben, die in der Art von „Ballermann 2011, was haben die Mädels und ich uns durchnehmen lassen“ waren. Mir wurde nochmal kurz übel.

Dann sah ich, dass der Herr um die 400 „Freunde“ deutschlandweit hatte, dem Anschein nach überwiegend junge Frauen mit Selbstwertproblemen oder nymphomanischen / exhibionistischen / cybersexaffinenen /… Charakteren.

Ich versuche ja Verständnis oder Gleichgültigkeit aufzubauen, aber es gelingt mir nicht. Obendrein ist der Herr Mitglied in Gruppen mit klingenden Namen wie „!!Süße Mädchen spucken,böse Mädchen schlucken!!“ oder „.:.Sex ohne mich ist prinzipiell möglich, aber nicht soo toll :)“

Wie soll ich sagen.. ich habe ja kein prinzipielles Problem mit Menschen, die auf FKK stehen, oder das Internet nutzen, um sich anzüglich zu zeigen, aber ist nicht so eine Mainstream-Allgemein-Plattform der falsche Ort, um Mausis aufzureißen ?

Und kann es wirklich Unter-30-jährigen Vergnügen machen, sich Über-40-jährigen zu präsentieren, wenn letztere weder Geld noch Liebe noch ihrerseits leckere Bilder bieten ?

Auf die Tatsache, vor der Haustür von gruseligen Personen umgeben zu sein, zurückgeworfen (ja, das hatte ich zuletzt verdrängt), versuchte ich mich nach der MeinVZ-Aktion mit der vertrauten aktuellen Lieblings-Cd zu beruhigen, doch deren erstes Lied ist dieses (brrrrr):

Vom Eingebildeten und Ausgebildeten

Anmerkung :Ausgebildet hat hier nicht mit Berufsbildung zu tun, sondern (her)ausgebildet hat sich dieses:

Grips ohne Schlips : Nippel in Gips


„Three Imaginary Boys“

Walk across the garden
In the footsteps of my shadow
See the lights out
No one’s home
In amongst the statues
Stare at nothing in
The garden moves
Can you help me?

Close my eyes
And hold so tightly
Scared of what the morning brings
Waiting for tomorrow
Never comes
Deep inside
The empty feeling
All the night time leaves me
Three imaginary boys

Slipping through the door
Hear my heart beats in the hallway
Echoes
Round and round
Inside my head
Drifting up the stairs
I see the steps behind me
Disappearing
Can you help me?

Close my eyes
And hold so tightly
Scared of what the morning brings
Waiting for tomorrow
Never comes
Deep inside
The empty feeling
All the night time leaves me
Three imaginary boys sing in my
Sleep sweet child
The moon will change your mind

See the cracked reflection
Standing still
Before the bedroom mirror
Over my shoulder
But no one’s there
Whispers in the silence
Pressing close behind me
Pressing close behind
Can you help me?
Can you help me?
Can you help me?

Erweiterungsfähiger memo-artiger Lieblingslieder-Artikel

Nachdem ich diesen Artikel vor acht Tagen las, erinnerte ich mich abermals daran, wie angenehm es ist, über Musik nachzudenken, die einem gefällt. Wie schön es überhaupt ist, dass einem soviel Kunst, Musik, Literatur zugänglich ist.

Gegen das Vergessen des sinnlich Aufgenommenen muss etwas getan werden. Viele Menschen veröffentlichen Listen von „besten Büchern“, fetzigsten Fotos oder eben beliebtesten Liedern. Ich möchte da nicht nachstehen und definiere für mich:

Ein Lieblingslied muss problemlos dreimal am Stück gehört werden können und diese Meinung sollte mensch mindestens schon ein Jahr lang darüber gehabt haben.

Bislang fielen mir dazu diese Lieder ein:

Lied-Kracher aus Jugendtagen wiederentdeckt ^^

Dazu kam es, recht unspekakulär, durch das Endlich-mal-Reinhören in einen Batzen mp3-Dateien, der mir überlassen wurde. Ich hatte ja den Bandnamen gar nicht mehr im Kopf und war, immerhin ein wenig spektakulär, sehr freudig überrascht, als mir selbiges Lied unverhofft seeehr bekannt vorkam: (bitte das Bild nicht in die Wertung einbeziehen, passt nicht sooo toll, finde aber kein anderes Video)

Wenige Lieder, finde ich, sind so [rund] und (laut gehört) dazu geeignet, mich anzutreiben. Ich schaffte es mit der entsprechend eingelegten Kassette damals (2003, na ich bin halt noch nicht sooo alt) sogar, abendlich allein einen großen Raum von Tapetenresten zu befreien und dabei halbwegs zu verdrängen, dass ich da nie ausziehen wollte, welcher Verwandtschaftsstreit vorangegangen war, welche Erlebnisse ich einst in dem Raum hatte etc.

Nach kurzer Recherche fand ich auch die (wohl Demo-)Version ohne Keyboard und Gastsängerin. :

Tribute to Ronny Fimmel

Dieser Artikel entstand, um das folgende Video irgendwo unterzubringen, nachdem ich es aus der Über diese Spelunke – Seite entfernt hatte.

Bitte keine albernen Kommentare über den Namen R.F. , da kann er doch nichts für – ist eben ur-Thüringisch 🙂

Ein Spitzen-Song, der sich für jede Gelegenheit zum heiteren Mitsingen empfiehlt, außer vielleicht, wenn Kinder in der Nähe sind, die Sprechen können.

Außerdem ist der R.F. wieder ein Beispiel, für jemanden, dessen Leben mir fetzig scheint:  kann von Musik leben, war mit einer leckeren Violinistin zusammen, hat ein peppiges Outfit, kommt aus Thüringen, reist, umgibt sich mit interessanten Menschen..

Ein Beispiel für so Mitmenschen zum Kooperieren ist Allen B. Konstanz. Das Gemeinsame Projekt der beiden heißt Ewigheim und ist nicht ganz so fröhlich. Auch dazu ein Beispiel: