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Es ist der Information egal.

„Letztlich ist der Information egal, auf welchem Weg sie den Nutzer erreicht.“

– ein Satz aus einer Businesstippsammlung, der mich aus meinem Businessmodus reißt. Wie war das noch, neulich kurz nach neun am Morgen, als ich aufwachte und platt gewälzt war von Datenbröckchen, die mich benutzten und es war ihnen egal, wie..  Es war ziemlich wuschig, salopp gesagt. Ich weiß nicht, ob ich das in Ordnung finde, wenn Daten Menschen als Wirt nutzen um sich zu vergnügen. Andererseits, wer wollte es ihnen verbieten ? – Ich, als angehende Animistin, sicher nicht. Und ich, als dysthyme Persönlichkeit, sicher auch nicht. Nehmt schon, ihr Daten, wenn ihr diese Person benutzt, dann hat sie wenigstens einen kleinen Sinn; nehmt hin.

In diesem Jahr bleibt es vielleicht noch bei so harmlosen Nutzungsstunden, nach denen ich aufwache und glotze und murmel: „Wo bin ich ? Wo ist mein Auto ? Warum ist das Bett so groß ? Was ist das für ein blaues Karnickel ?“, aber in einigen Jahrzehnten, darauf bin ich freudig vorbereitet, stehe ich ganz als  bereit. Dann klapper ich wirr durch die Straßen, so wie dieser Rollstuhlopi, der immer eine Sonnenblume dabei hat und um den Hauptbahnhof herum saust. Das wird gut. Den Informationen ist es letztlich egal, wie ich zu ihren Plänen stehe.

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Kann mal passieren.

So. Ich habe keine Lust mehr auf Realitäten. Geht mir vom Leib, Kausalitäten.
Kommt heute nicht und morgen nicht und übermorgen …
gehen wir Tee trinken. Schon gut, ihr Alles, ihr Möchten und Werden. Ich weiß ja, ihr seid auch nur Entitäten. Blabla.

Ging ein Mann in den Schneeladen und schrie: Hände tiefer, ihr Wichser ! So nicht, das reicht nicht, ihr Flachwichser !
Die Verkäuferin verstarrte wild und frug: Wie kann man denn flach wichsen, wer legt denn da die Richtung fest ?
Ist das denn mein Problem ?, wieherte der Mann und griff den ganzen Schnee ab.

Fläche ab, Kaufen ab.

Nutzloses Buch (Fotorätsel)

Welches Buch, das auf dem folgenden Stapel abgebildet ist, bietet die wenigsten Informationen und/oder den geringsten Unterhaltungswert ?

Notiz für Motivationsschübe: aufraffende Neofolklieder

Der gelegentliche Rückgriff des Darkfolk auf völkische oder anderweitig politisch momentan (denn gerade Politik, aber auch generell der menschliche, sprich beschränkte Geist an sich kann naturgemäß keinen Ewigkeitswert für sich und ihre bzw. seine Schlüsse beanspruchen) diskreditierte Dichter, Denker und Motive mag zwar im ersten Moment irritierend oder gar rückwärtsgewandt wirken, ist aber letztendlich nie dermaßen einseitig, affirmativ oder total, daß er nicht zum Nachdenken anregte, und erreicht gerade damit sein erklärtes Ziel der Reflexion.

*Zitat aus der Hausarbeit „Rezeption völkischer Topoi im Darkfolk“ von T.Sp. an der HU Berlin, S. 22


Und weil auch :

Darkfolk ist „Kulturkritik von Einzelgängern“ (vgl. : Diesel, Looking for Europe, S. 411), durch das Ausklammern von Themen wie Rasse, Blut oder Volk fehlt der kollektive Impetus und anstelle von radikaler Problemlösung, von klaren Feindbildern wird zumeist ein Auseinandersetzen mit eigener Emotionalität und Weltschmerz praktiziert.

.. gibt es aus dieser Musiksparte nur wenige Lieder, die mir bei der Aufraffung helfen, die sind mir aber besonders wertvoll :




Des weiteren darf angesichts der synkretistischen Herangehensweise der Künstler, die auf Vergangenes zurückgreifen, keine Identität dieser mit einzelnen Quellen angenommen werden. Dies hieße, die Eigenständigkeit der Kunst böswillig ignorieren und durch Selektivität eine Verzerrung der Realitäten herbeizuführen. (…)

Was bleibt sind die romantischen Vorstellungen der Musiker, die jedoch, solange kein begründeter Verdacht auf Versuche politischer oder sonstiger Umsetzung besteht, nur anhand des Bildes selbst zu kritisieren wären und nicht aufgrund eines behaupteten Rattenschwanzes totalitärer oder chauvinistischer Maßnahmen.

Was trotz alledem bestehen bleibt,ist der zumeist ungewollte Zuspruch, den viele Darkfolkgruppen auch weiterhin aus völkischer Richtung ernten werden, doch darf dies auch nicht als Beweis hiesiger völkischer Ressentiments verstanden werden. Es handelt sich um eine Art Kompatibilität, beginnend durch Begriffe und evozierte Bilder, aber auch durch die unterschiedlichen Ausformungen dieser endend.  (…)

Vom Darkfolk zu verlangen, aufgrund der ‚Gefahr‘ unerwünschter Sympathisanten seinem Wesen untreu zu werden oder sich von etwas zu distanzieren, zu dem er sich nie bekannt hat, wäre als politisches Moralisieren Beginn der Zensur.

*das war schon Seite 23

Und nach diesem Klugscheißertext, den ich nie so hätte formulieren können, kann ich wieder beruhigt mit meinem Forseti-Oberteil rumlaufen und hoffen, kein ‚unerwünschter Sympathisant‘ zu sein.

Vegetarier – Bingo

Bin dem gerade über verlinkte Drittwege begegnet und muss es anbringen, weil es amüsant mit einigen Wahrheitsgehältern ist:
ein Bingo mit den Reaktionen der Mitmenschen
Zwar kenne ich nicht genügend Fleischverweigerer, als dass Spielen funktionierte und eigentlich missioniere ich auch nicht mehr, aber die Bingo-Idee finde ich mächtig pfiffig =)

Die Lieblings-Computerspiel-Liste

Analog zur Liederliste habe ich mir überlegt, welche digitalen Spielchen mich über die Jahre so begeisterten, dass ich sie mind.  zweimal durchspielte bzw. mehrfach wochenlang daran saß, weil sie kein definiertes Ende haben oder ich zu unfähig zum Siegen war.

Irgendwann mache ich das auch mal klassische für Bücher, Gemach…

– zunächst stelle ich fest, dass mich anscheinend nur Spiele langzeitbegeisterten, die Teile einer Serie wurden oder waren. Ob das heißt, dass ich einen Massengeschmack habe ?

Funktionserklärung:  fett geschrieben ist immer der Titel, dahinter in Kursiv eine Erläuterung zum Inhalt oder Faszinationsgrund. Noch dahinter evt. ein Link, zu einer ausführlicheren Seite führt.
  • Dune 1 (eines der ersten Spiele, dem ich als Grundschülerin begegnet bin. Damals hab ich null kapiert und bin stets in der Wüste krepiert. Aber viele Jahre später nach dem Lesen des Romanes…: ein Rollenspielklassiker, der Elemente von Strategie und Echtzeit einbindet. Sehr fesselnd. Und erst der Soundtrack. Ist Abandonware. Unbedingt einen Sound-Emulator dazu besorgen.
  • Das Schwarze Auge 1,3 und 4 (Die 4 ist natürlich Drakensang und hat diverse Erweiterungen. Aber das tut wenig zur Sache.) Link zu einer Rezension zu Teil1 bis 3
  • Heroes of might and magic 4 (eine Kombination aus Rollenspiel und Strategie. Besticht durch große Auswahl fantastischer Kampagnen und lange Spieldauer)
  • Die Sims 2 (davon hat wohl jeder schonmal was gehört. ich habe auch kurz Teil 3 gespielt und mir extra dafür zusätzlichen RAM gekauft. Nach einem Tag spielen ging nichts mehr. Absturz nach Ladebildschirm. ich probierte circa 6 Helfstipps aus, aber nichts half. Dann eben nicht.)
  • Advanced Wars 3 darüber schrieb ich bereits ausführlich
  • Final Fantasy 8 (einfach weil es einer der wenigen frühen Teile ist, die für PC umgesetzt wurden und mir in einer Zeit der häufigen Langeweile begegnete. Und weil es sooo romantisch ist) Link zu einer komplexen Fanseite
  • Civilization 3 und 4 (Berühmte Herrschaftssimulation. Episches Forschen, Kämpfen, Bauen lassen*g*) Die 3 ist evt. schon Abandonware – bei Interesse bitte selbst recherchieren
  • Age of Empires 1 (Ein Klassiker der historischen Aufbau- und Kriegssimulation) eine kritische Rezension
  • Railroad Tycoon 3 (Der Titel verrät es schon: der Spieler ist der Manager einer Eisenbahngesellschaft, die in verschiedenen Levels diverse Länder abdeckt.) offizielle Seite
  • Tropico 1 und 3 Offizielle Bewerbung
  • Biing 1 (eine schwarzhumorige, schwierige Krankenhaussimulation.) Ist Abandonware
  • Victoria (als Teil einer Serie verschieden betitelter gleich aufgebauter Historienschinken von Paradox Entertainment. Erst kürzlich ist explizit Victoria 2 erschienen) – Link zu Ciao-Bericht
  • und doch ein Titel, der glaub ich zu keiner Serie gehört, ist quasi eher ein Geheimtipp:  Space Colony (Ein Echtzeitstrategiespiel, das ziemlich verrückt und witzig ist. Leider auch relativ schwierig) Link zu einer Beschreibung aus der Zeit, da das Spiel neu war

Aktuell scheint „Cities in Motion“ das Zeug dazu zu haben, mich zu fesseln – ich meine „100 Jahre Transportgeschichte“, „dynamische Stadtentwicklung“: das klingt kess und überhaupt bin ich ein Fan der Softwareschmiede Paradox Interactive.. leider musste ich nach Installation der Demo feststellen, dass meine Grafikkarte zu oll ist, und zwar um eine Stufe (gefordert ist GeForce ab 8800, ich habe 7025). Ist das frustrierend. Der Rechner ist noch kein Jahr alt *grummel*

Merkwürdiger RTL-Beitrag: Populismus für Tofu

ich wundere und staune hierüber- ist es einfach Werbung für die neumodische Nahrungsmittelindustrie?

geht es nicht in Wirklichkeit um die Aussage „das Auge ist mit“?

(die für mich banal und unzutreffend ist: wenn die Speise nicht gerade wie eine Kackewurst aussieht, ist mir der Inhalt echt wichtiger als das Aussehen)

Davon abgesehen finde ich Ersatzprodukte albern und immer nur Sojakram essen ist auch nicht supergesund, Vielfalt wär schon besser (obwohl so ein Sojajoghurt und auch die Sojasahne sind schon wichtig, aber reicht dann auch).

Ausserdem glaube ich nicht pauschal, dass Kinder lieber Gemüse essen, nur weil es in lustiger Form aufbereitet ist. Ich glaube generell nicht, dass Kinder Gemüsen hassen und kenne einige Gegenbeispiele 😉