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Grönland und die Tiere

Ich war noch nie in Grönland

und kann auch darauf verzichten –

verschiedene Tiere können es offenbar nicht:


Was ist aus der Specki-Tonne geworden ?

Zur Erinnerung:

Als Specki-Tonne wurden Behälter bezeichnet, in denen Essensreste von Großspeisungen wie Schulen, Heimen, Kliniken gesammelt wurden, um sie in Tiermastbetrieben an (vornehmlich) Schweine zu verfüttern.

Heute gibt es das natürlich nicht mehr, wegen „Unhygienisch“ und Ähnlichem. Spätestens seit dem „BSE-Skandal“ macht sich eine offizielle Kannibalisierung von „Nutztieren“ auch nicht mehr so gut.

Essensreste gibt es aber sehr wohl, sie landen, apart in kleine oder große Eimer, von netten Betreuerinnen oder auch von den Speisenden selbst, gekippt, beim Wirtschaftspersonal der jeweiligen Einrichtung, welches sie direkt oder indirekt in die Neuauflage der Specki-Tonne befördert.

Ob alle Menschenfütterbetriebe wohl eine solche Tonne besitzen ? Ich weiß es nicht. Auch weiß ich nicht, wem ich glauben soll, in der Frage, was nun mit dem Inhalt der Speisemülltonne passiert.

Offenbar gibt es mehrere Entsorgungsdienstleister und die Recyclingbranche ist im Aufwind. Nachdem mein Chefkoch – nennen wir ihn Jörg Ch. F. Schiller – beiläufig erwähnte, im Eimer befände sich, „was sich andere ins Gesicht mähren“ wurde ich neugierig. Ich gab die auf der Tonne befindliche Webadresse des Entsorgers ein. Dort las ich von Biomassekraftwerken, Biodiesel aus Altfetten und anderen sinnvoll-ökologisch-innovativ-klingenden Sachen. Aber nix von Kosmetikindustrie.

Am nächsten Tag erzählte ich Schiller von der Firmenseite. Er bekam daraufhin einen amüsierten Tonfall und meinte wiederum, aus dem ollen Futter würde der Grundstein für Cremes gemacht. Das schrieben „die“ (also die Firma) natürlich nicht, weil es etwas eklig für den Kunden wäre. So viele solche Kraftwerke gäbe es doch gar nicht, und dieser Biospritquatsch..

Vor Ort habe ich ihm erstmal beigepflichtet, aber nach kurzer Recherche denke ich: das ist doch bestimmt so eine Mär, wie die, dass Krankenhäuser Plazenten an die Kosmetikindustrie verkaufen würden. Also, im Sinne von: wurde mal gemacht, aber jetzt doch nicht mehr.

Wer weiß mehr darüber ?

die eigene Klimabilanz berechnen

… ist en vogue !
Wie bereits den meisten aufgefallen, wird einem vielerorts ein schlechtes Gewissen gemacht und zumeist das CO2 verteufelt. Staatliche Stellen schalten Stromsparwerbung, diverse Zeitschriften schreiben euphorisch über ökokorrekte Familien.. und so weiter.
Kürzlich konnte sogar in der Shopping Mall um die Ecke die eigene CO2-Bilanz berechnet werden und es wurden gruselige Klimaveränderungsfilmchen gezeigt.

Dagegen gibt es Leute, die argumentieren, der Klimawandel sei nicht menschengemacht und überhaupt, es gäbe doch so viele Gase und dieses ständige Rumreiten auf dem Kohlenstoff sei doch eine Verschwörung.

Vor diesem Hintergrund habe ich mir den Spaß gemacht, die Klimabilanz meines Haushaltes auszurechnen und folgender (vorhersehbar beruhigender) Wert kam heraus:

die bunten Balkenabschnitte kennzeichnen verschiedene Lebensbereiche, grau ist z.B. der Bereich für den unabänderlichen Output jedes Staatsbürgers, gelb ist wohl Ernährung und rot Mobilität.

Auf z.B. dieser Seite (ziemlich weit unten) kann man sich durch rechnen lassen.

Gründe für V.6: das Ethische

Oft wird Veganismus auf ein bisschen Mitleid mit Tieren reduziert. Möglicherweise stimmt das bei einigen Wenigen, aber insgesamt natürlich nicht 🙂

Für mich sind aber die tiernutzenden Menschen in 2 Gruppen zu unterscheiden, bei der einen ist es (für mich zumindest) okay, bei der anderen nicht.

Gruppe 1: „unzivilisierte Menschen(völker)“: jagen Tiere mühevoll, mitunter mit menschlichen Verlusten, im Wesentlichen nur so viel Jagd, wie erforderlich, diverse Tierkörperteile unter großem Aufwand bearbeitet und immer wieder ausgebessert

Gruppe 2: „fortgeschrittene Zivilisation“, industrialisiert, haben Alternativen zur Benutzung von Tierkörpern, Haltung oft aus Spaß oder Beqeumlichkeit, keine Mühe für Endverbraucher, kein Respekt vor Lebewesen (schließt Pflanzen mit ein)- Wegwerfgesellschaft

Soll heißen: wenn jemand in karelischen Wäldern 3 h durch den Schneewald stapft, um sich einen Auerhahn zu schießen, ist das das mindeste, was ihn (und die Familie) berechtigen würde, den Hahn zu speisen – in abgelegenen Regionen kann das ökologischer sein, als dort einen Supermarkt aufzubauen und zu beliefern (hiesige Jäger haben aber genug Alternativen, sich zu ernähren und tun dies m.E. nur aus Hobbyspaß)

Plan der Zivilisations-Stufen

(eine abstrakte, von mir zusammengestellte Darstellung, alles sicher nicht philologisch und -sophisch super, aber hoffentlich zu verstehen)

  1. (früher): Menschenopfer für Götter, Kannibalismus, Neonatizide verbreitet
  2. (heute): Opfern von Tieren, Pflanzen oder Sächlichem; Anthropozentrismus
  3. (mögliche Zukunft): höherentwickelte Außerirdische (oder eigenständig gewordene Technik, oder Mutierte Affen, was weiß ich) nutzen auch Menschen zum Spaß oder als Verwertungsobjekte

Ich würde nicht von Höherentwickelten Lebewesen eingesperrt, geschwängert, vom Kind getrennt und gemolken werden (und das im 1-Jahreszyklus) wollen. [Beispiel Milchvieh, aber die anderen Beispiele wären ähnlich bäh]

Außerdem stört mich das respektlose Weg-Konsumieren. Einen Teil davon krieg ich noch nicht ganz weg, weil ich doch recht schwächlich den gesellschaftlichen Umflüssen ausgesetzt bin, aber einen Verbesserungsversuch kann mensch doch wagen.

Das bezieht sich nicht nur auf das Vermeiden überflüssiger Tierhaltung.

Wider den Rinder-Missbrauch (Gründe für V.4)

Rindfleisch esse ich schon ewig nicht mehr. Ich weiß nicht, 10-13 Jahre schon nicht.. Nicht weil ich sie nicht schick fände, die Kühe, im Gegenteil, ich wollte schon als Grundschülerin „einen kleinen schwarzen Stier im Garten“ haben. Auch bin ich im hiesigen Sternzeichen Stier und im chinesichen Büffel, eine gewisse Sympathie ist daher unabdingbar.

Aus einem Mainstreamartikel (vermutlich halbwegs objektiv) nun einige Passagen, die nicht so emotional sind, wie sie bei mir übers Thema würden.

„an der lila Kuh-Idylle ist nicht nur die Farbe falsch: Jedes einzelne Rind, das im Schlachthaus sein Leben aushaucht, hinterlässt auf der Erde eine Spur der Verwüstung
Etwa 18 000 Quadratmeter Regenwald werden im Schnitt für die Existenz eines süd- und mittelamerikanischen Rindes in Weidefläche umgewandelt. Rund 600 000 Liter Wasser verbraucht der Anbau des Futters für ein einziges Mastrind. 200 000 Liter des hochwirksamen Treibhausgases Methan rülpst ein Rindviech im Laufe seines Lebens in die Atmosphäre. BSE mag die Welt derzeit in Atem halten. Der wahre Rinderwahnsinn jedoch spielt sich seit Jahrzehnten hinter den Kulissen der weltweiten Fleischindustrie ab. Der globale Tanz um das saftige Kalb verursacht ökologische Schäden, die ohne Beispiel sind.

Ein Viertel der gesamten Landmasse der Erde dient heute als Weideland. Etwa zwei Drittel der Steppengebiete der Erde wurden im Laufe der letzten 60 Jahre durch Überweidung zerstört. Ein Drittel der globalen Getreideernte wird an Vieh – vor allem an Rinder – verfüttert. Und während die auch für die menschliche Ernährung geeignete Pflanzenkost im Pansen des Viehs gärt, leidet eine Milliarde Menschen weltweit an Hunger.

Gleichzeitig wird unter dem „Trommelfeuer der Rinderhufe“ (Rifkin) die biologische Vielfalt zu Staub zermahlen. Seit 1960 sind mehr als 25 Prozent der Wälder Südamerikas abgeholzt worden, nur um Rinderherden Platz zu machen. „Kostbare Lebensräume wie tropische Regenwälder oder Savannen fallen gleichsam dem Rinderwahn zum Opfer“, bilanziert der Ökologe Josef Reichholf von der zoologischen Staatssammlung München. Und mehr noch: Das von den Rindern produzierte Methan – in seiner Treibhauswirkung 20mal potenter als Kohlendioxid – heizt die Erdatmosphäre auf. „Was die Rinder global von sich geben, entspricht in der Treibhauswirkung ungefähr dem weltweiten Autoverkehr“, sagt Reichholf.

Alle europäischen Hausrinder stammen vom Ur oder Auerochsen ab – ein gewaltiges, inzwischen ausgestorbenes Tier mit einem Gewicht von bis zu einer Tonne und einer Schulterhöhe von fast zwei Metern. Ausgrabungsfunde haben ergeben, dass der Auerochse vor etwa 8500 Jahren zuerst im Vorderen Orient domestiziert wurde.Die Reitervölker der asiatischen Steppen schließlich brachten den heute vorherrschenden Rinderkult nach Europa. „Ihre militärische Überlegenheit verdankten sie ihren Reittieren“, schreibt Rifkin: „Ihr Reichtum jedoch war das Vieh.“ Auf dem „breiten Rücken dieser kraftvollen Huftiere“ habe die westliche Gesellschaft schließlich einen Großteil ihres religiösen und weltlichen Lebenskonzepts aufgebaut, bilanziert der Ökokämpfer.
Rinder sind heute Ware und Maschine. Ihr Wert errechnet sich aus Begriffen wie Wachstumskapazität, Verfettungsgrad, Mastintensität und Schlachtkörpergewicht. In modernen Schlachthöfen werden täglich bis zu 400 Tiere getötet. In der Mitte der Stirn, dort wo sich zwei gedachte Diagonalen von den Hornansätzen zu den Augen kreuzen, wird ihnen ein Metallstift ins Gehirn gejagt. Am Fließband gehäutet und mit Motorsägen in handliche Stücke zerteilt, verwandeln sie sich in folienverpackte T-Bone-Steaks, Koteletts und Hamburger. Schon Henry Ford kam die Idee zur Fließbandproduktion, als er sich im Schlachthof von Chicago umsah.
Schier unstillbar scheint die Gier nach tierischem Protein. Jeder Erdenbürger gönnt sich heute im Schnitt fast doppelt so viel Fleisch wie 1970. In Amerika, weltweit führend im Pro-Kopf-Verbrauch von Rindfleisch, vertilgt jeder Einwohner 12 bis 15 Kilogramm Hackfleisch pro Jahr. Im Rhythmus des menschlichen Herzschlages überqueren jeweils 200 Hamburger die Theken amerikanischer Fast-Food-Tempel.
Für jeden Hamburger, rechnet Rifkin vor, mussten im Schnitt sechs Quadratmeter Urwald in Weidefläche umgewandelt werden. 75 Kilogramm lebende Materie werden für jede Rinderbulette, deren Fleisch von einem mittel- oder südamerikanischen Rind stammt, vernichtet, darunter Vertreter von etwa 20 verschiedenen Pflanzenarten, 100 Insekten- und Dutzenden von Vogel-, Säugetier- und Reptilienarten. Die Ironie: Das gerodete Land ist als Weidefläche noch nicht einmal gut geeignet. Die Humusschicht ist sehr dünn und enthält wenig Nährstoffe. Schon nach drei bis vier Jahren müssen die Rinder weiterziehen.Ist das Mastrind im deutschen Stall somit gar das im Vergleich zum brasilianischen Freilandrind ökologischer produzierte Tier? „Keineswegs“, versichert Ökologe Reichholf. Denn auch das deutsche Vieh lebe nicht von Luft allein. Ein Drittel aller deutschen Rinder fresse Futter, das aus Südamerika stammt. „Dort brennen die Regenwälder und Savannen, weil sie Sojafeldern weichen müssen, die Kraftfutter für deutsches Vieh liefern“, sagt Reichholf.

Nicht nur gehe dadurch Land für die Nahrungsmittelproduktion der dortigen Bevölkerung verloren. Zudem hätten die Flächen in Deutschland den Überschuss an Stickstoff zu tragen, der über die Futtermittelimporte ins Land ströme.
Ein Mastrind produziert im Schnitt 20 Kilogramm Dung in 24 Stunden. In einem Mastbetrieb mit 10 000 Tieren fallen demnach an einem einzigen Tag 200 000 Kilogramm Dung an. Das entspricht der Menge an organischem Abfall, die in einer Stadt mit 110 000 Einwohnern anfällt. „Ein Großteil der von den Rindern produzierten Gülle wird bei uns frei in der Landschaft ausgebreitet und verseucht das Grundwasser, während für menschliche Abwässer extrem hohe Standards bestehen“, klagt Reichholf.
So sind gerade die in Ställen gehaltenen Rinder letztlich die größte Belastung für den Planeten Erde. Immenser Land-, Wasser- und Energiebedarf ist notwendig, um ihr Futter erst zu produzieren und dann oft über gewaltige Entfernungen hin zu verschicken.
Die Vergeudung von Ressourcen ist dabei enorm: Frances Moore Lappé, Gründerin des amerikanischen Institute for Food and Development Policy, schätzt den Wasserbedarf für die Erzeugung von vier Kilogramm Rindfleisch auf die gleiche Menge, die eine Familie im ganzen Jahr verbraucht. Rifkin rechnet vor, dass 1000 Liter Treibstoff benötigt werden, um eine vierköpfige US-Familie ein Jahr lang mit Rindfleisch zu versorgen. Dabei entstehe eine Menge Kohlendioxid, die dem durchschnittlichen Abgasausstoß eines Mittelklassewagens in sechs Monaten entspricht.

„Die Umwidmung des Getreides vom Nahrungs- zum Futtermittel markiert die folgenschwerste Umverteilung von Reichtümern in der Geschichte der Menschheit“, verkündet Rifkin. 600 Millionen Tonnen Getreide würden heute weltweit an Vieh, vorwiegend an Rinder verfüttert – Tiere also, die sich grundsätzlich auch von für den Menschen ungenießbarem Raufutter wie Gras ernähren könnten. Gleichzeitig habe nie zuvor in der Geschichte ein so großer Anteil der Menschheit Hunger gelitten.
Etwa sieben Kilogramm Getreide werden benötigt, um ein Kilogramm Rindfleisch zu erzeugen. Gleichzeitig erbringt ein Getreidefeld von einem Hektar fünfmal mehr Proteine als eine ebenso große Fläche, deren Ertrag an das liebe Vieh verfüttert wird.

Da sag ich´s lieber mit dem Werbespruch der Firma Oatly:

„Gesunder Hafer ohne den Umweg über die Kuh“

(sinngemäß, der Originalspruch war irgendwie peppiger)

[weil, ihr wisst schon, für ausreichend hohe Eutersekret-Erzeugung muss jährlich ein Kalb auf die Welt. Wohin damit ? – ab in die Bulette, ein Kreislauf. Vegetarier sind Mörder. Aber nur halb so mörderische 😉    ]


„Lachgas vom Braten“ – Klimaforscher geben mir Recht (Gründe für Veg.3)

Während ich freudig zum 3. Mal binnen 5 Wochen das auch vom Mann geschätzte, weil deftige, Gericht „Blumenkohl gebraten mit Sesam und Bandnudeln“ brutzelte, deutete dieser auf die Zeitung, die „meine Propaganda mitmacht“. Folgendes also im Tagesspiegel:

Berlin – Mit einer „Rückkehr zum Sonntagsbraten“ und einem geringeren Verbrauch von Milchprodukten könnten die Deutschen gesünder sein und der Atmosphäre einen großen Dienst tun. Davon ist Alexander Popp vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) überzeugt. Popp hat gemeinsam mit Hermann Lotze- Campen und Benjamin Bodirsky ein Rechenmodell entwickelt, mit dem sich die Treibhausgasemissionen, die direkt aus der landwirtschaftlichen Nahrungsmittelproduktion stammen, kalkulieren lassen.

Dabei geht es vor allem um zwei Klimagase: Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Ersteres entweicht Kuhmägen während der Verdauung und entsteht zudem durch Tierausscheidungen – Mist und Gülle. Das zweite und noch potentere Treibhausgas N2O bildet sich vor allem durch die Ausbringung von Kunstdünger auf die Äcker. Nicht berücksichtigt haben die Forscher das Kohlendioxid (CO2), das frei wird, wenn Wälder zu Äckern werden, um mehr Lebensmittel zu erzeugen. Zudem haben sie die Effekte von Landnutzungsänderungen für den Anbau von Energiepflanzen und deren direkte Emissionen außer Acht gelassen. Es fehlt auch der Aspekt, dass durch die weltweit zusammenbrechenden Fischbestände für viele Menschen die einzige Proteinquelle wegfällt, die wohl durch andere tierische Produkte ersetzt werden muss. Wenn es bei den Ernährungsgewohnheiten des Jahres 1995 bleibt, werden allein durch das Bevölkerungswachstum und den wachsenden Reichtum in Schwellenländern die direkten landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen bis 2055 um mehr als ein Drittel im Vergleich zu 1995 steigen von 5314 Tonnen Kohlendioxid- Äquivalenten auf 8690 Tonnen.

Popp und seine Kollegen haben auch berechnet, was passieren würde, wenn der Fleisch- und Milchkonsum weiter stiege: Die Emissionen von Methan und Lachgas würden bis 2055 um 76 Prozent im Vergleich zu 1995 zunehmen. Nur mit einer veränderten Lebensweise, bei der öfter auf Fleisch- und Milchprodukte verzichtet würde, und einer klimafreundlicheren Produktion kommen die Forscher auf ein Emissionsniveau wie im Jahr 1995. Angesichts der Tatsache, dass die Treibhausgasemissionen aus der Agrarwirtschaft von 1990 bis 2005 um 14 Prozent gestiegen sind, ist das kein besonders wahrscheinliches Szenario, wenn der Trend nicht in den Industrieländern gebrochen wird. Popp weist darauf hin, dass das heutige Emissionsniveau dem westlichen Lebensstil geschuldet ist und er deshalb von den Menschen in den reichen Ländern auch als Erstes eine Veränderung erwartet. „Es geht auch darum, eine Vorbildfunktion zu erfüllen“, sagt er. Denn der Lebensstil der Amerikaner und Europäer gilt in Schwellenländern ja als Vorbild. Fleisch und Milch sind dort Statussymbole. Und das sollten sie in den Industrieländern wieder werden, findet Popp, und deshalb nicht mehr jeden Tag auf dem Tisch stehen.

Die sind natürlich gemäßigt und fordern nicht den völligen Verzicht, aber ist doch ein schöner Ansatz, zeigt, dass ich nicht nur spinnerte Literatur zur Hilfe nahm, bisher.