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Geschützt: Herzen brechen

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Würmer und Schlaflieder

Es ging einigermaßen plötzlich, als mir nachmittags wieder all meine Grundprobleme einfielen. Nachdem ich zudem noch bemerkt hatte, dass die Person nicht mehr da war, mit der ich noch reden wollte (wovon ich mir Erleichterung und Erheiterung erhofft hatte), wurde mir starr im Gemüte und alle Optionen sahen sinnleer aus.

Flexibilität im Denken sieht anders aus. Ich stieg in den Heimbus – anscheinend war ja eh allen egal, was ich so mache und jeder will nur Ruhe oder Smalltalk, so schien es mir. Die verschwundene Redeperson wäre die einzige gewesen, der ich Tiefgründigkeit zugetraut hatte und auch ein wenig viel schon vertraut hatte.

Allerdings dachte ich, zu Hause würde des Nachmittags eine andere Person mit immensen Problemen erscheinen und Trost suchen – und die Erinnerung daran machte mich noch hilfloser. Ich sah mich nicht in der Lage, mir dramatische Reden anzuhören und dabei zu wissen: diese Person hat wenigstens objektive Gründe, unglücklich zu sein, ich hingegen jammere aus schlechter Gewohnheit.

Im Bus ein bisschen in einem sehr schönen Buch gelesen, dass in Dialogform feine Frau-Mann-Anbahnungen im Emailzeitalter abbildet. An einer Haltestelle dann plötzlich doch flexibel gewesen. Rausgestürmt, in eine falsche Atmung verfallen (Schnappatmung oder Hecheln oder so, man kann sich sehr viel einbilden) und in dramatischem Haarweh-Heul-Gestus gen Havel geeilt. Hat aber keiner gesehen, puh.

Auf einer Bank eingemummelt und weitergelesen. Vögel, blauer Himmel, Ruhe. Wo sollte ich schon hin.. Zu Hause der vermeintliche Besuch, auf Arbeit fröhliche Enthusiasten, denen ich lieber aus dem Weg wollte, in ein Café gehen wär auch doof gewesen.. da im Rosengarten war es gut.

Verspätet zu Hause angekommen, doch kein Besuch da. Wusste nicht, ob das gut oder schlecht ist. Gut wegen „keine Aufregung“, schlecht wegen „warum kommt sie nicht, geht es ihr zu beschissen ?“.

Eine Cd hören gewollt. Aber alles voller Würmer ! Ah ! Nach dem Zeitschriften- und dem Bücherregal nun auch das noch. Ich raste aus ! Bloß weggucken und den Mitbewohner putzen lassen. Jetzt stehe ich da auch noch in tiefer Schuld.  Die verfic… Würmer (es sind wohl Abkömmlinge in Kokons kleiner Fliegen) verfolgen mich seit einigen Monaten. Ich ertrage es immer schlechter. Hat das nie ein Ende ?

Dann über Umwege auf eine beruhigende Idee gekommen : Abendlieder. Schlaflieder. Wiegenlieder. Konzentrier dich darauf, dachte ich. Versuch einfach, dich nicht ganz so oft zu verspielen.

Das Ganze aufgenommen. Weil auch Geld mir plötzlich egal ist, das Speicherplatz/Audioupdate gekauft. Eine mp3-Datei erstellt, aber an meiner grauenhaft kindlichen Gesangsstimme verzweifelt.

Am späteren Abend werde ich mir Whiskey und Mainstreampornos reinziehen, wahrscheinlich, wenn nicht noch ein Wunder passiert. Und ihr so ?

Herbstanfangssingen

Schon im letzten Jahr sammelte ich einige Herbstlieder.
Platz 2 und 3 von jenem Artikel sind noch immer prächtig. Zu Platz 1 gibt es endlich ein Video ! JA ! Warten lohnt, Wandel belohnt !

Und neu, im Laufe des letzten Jahres hat sich mir dieses Lied erschlossen, da geht es (etwas) fetziger zu:

anspruchsloses Zwischenspiel : Potsdam und Morrissey


„That’s how people grow up.“

„I’m throwing my arms around..“

„Black Cloud“

Notiz für Motivationsschübe: aufraffende Neofolklieder

Der gelegentliche Rückgriff des Darkfolk auf völkische oder anderweitig politisch momentan (denn gerade Politik, aber auch generell der menschliche, sprich beschränkte Geist an sich kann naturgemäß keinen Ewigkeitswert für sich und ihre bzw. seine Schlüsse beanspruchen) diskreditierte Dichter, Denker und Motive mag zwar im ersten Moment irritierend oder gar rückwärtsgewandt wirken, ist aber letztendlich nie dermaßen einseitig, affirmativ oder total, daß er nicht zum Nachdenken anregte, und erreicht gerade damit sein erklärtes Ziel der Reflexion.

*Zitat aus der Hausarbeit „Rezeption völkischer Topoi im Darkfolk“ von T.Sp. an der HU Berlin, S. 22


Und weil auch :

Darkfolk ist „Kulturkritik von Einzelgängern“ (vgl. : Diesel, Looking for Europe, S. 411), durch das Ausklammern von Themen wie Rasse, Blut oder Volk fehlt der kollektive Impetus und anstelle von radikaler Problemlösung, von klaren Feindbildern wird zumeist ein Auseinandersetzen mit eigener Emotionalität und Weltschmerz praktiziert.

.. gibt es aus dieser Musiksparte nur wenige Lieder, die mir bei der Aufraffung helfen, die sind mir aber besonders wertvoll :




Des weiteren darf angesichts der synkretistischen Herangehensweise der Künstler, die auf Vergangenes zurückgreifen, keine Identität dieser mit einzelnen Quellen angenommen werden. Dies hieße, die Eigenständigkeit der Kunst böswillig ignorieren und durch Selektivität eine Verzerrung der Realitäten herbeizuführen. (…)

Was bleibt sind die romantischen Vorstellungen der Musiker, die jedoch, solange kein begründeter Verdacht auf Versuche politischer oder sonstiger Umsetzung besteht, nur anhand des Bildes selbst zu kritisieren wären und nicht aufgrund eines behaupteten Rattenschwanzes totalitärer oder chauvinistischer Maßnahmen.

Was trotz alledem bestehen bleibt,ist der zumeist ungewollte Zuspruch, den viele Darkfolkgruppen auch weiterhin aus völkischer Richtung ernten werden, doch darf dies auch nicht als Beweis hiesiger völkischer Ressentiments verstanden werden. Es handelt sich um eine Art Kompatibilität, beginnend durch Begriffe und evozierte Bilder, aber auch durch die unterschiedlichen Ausformungen dieser endend.  (…)

Vom Darkfolk zu verlangen, aufgrund der ‚Gefahr‘ unerwünschter Sympathisanten seinem Wesen untreu zu werden oder sich von etwas zu distanzieren, zu dem er sich nie bekannt hat, wäre als politisches Moralisieren Beginn der Zensur.

*das war schon Seite 23

Und nach diesem Klugscheißertext, den ich nie so hätte formulieren können, kann ich wieder beruhigt mit meinem Forseti-Oberteil rumlaufen und hoffen, kein ‚unerwünschter Sympathisant‘ zu sein.

Driften. (bildgewaltiges Intermezzo)

Gestern abend

Unproduktiv durch die Festplatte geschnobert

Dabei diese beruhigenden Lieder durchgehört

folgende spannende Momentaufnahmen gefunden :
(na gut, „spannend“ ist sehr subjektiv. dennoch.)

Wildes Leben

Standpunkt

Heimat vor der Kaputtsanierung. Mir wird ganz nostalgisch.

eigentlich ein sehr schönes Geburtstagsgeschenk. Habe das damals nicht genug gewürdigt *seufz*

Damals spielte ich nur widerwillig mit, aber seit einiger Zeit bin ich meiner photowütigen Freundin sehr dankbar.

Einst war man noch auf einer Linie mit der Flöte.

Gedanklicher Springreitparcour

Habe ich gestern gesagt, das Freuen sei fragil ?

Meine Entschlossenheit eine wilde ?

ja. Darin könnte der Fehler gelegen haben.

Zu wild gedacht, zu hektisch geplant und dann –

Bäng. Pferd kracht in Hindernis. Pferd verweigert.

Kommt ab und an vor und bringt Spannung in den Parcour.

Mein „Hindernis“ war mal wieder das Telefon.

Die Nummer der Pension „Hafenkneipe“ bereits eingetippt,

erwischte ich eine falsche Taste, daraufhin –  Bäng.

Nach drei Stunden Selbstverwünschungen und
gedanklichem Hin-und-Her-Rennen (und per SMS einige Menschen scheu Machen), habe ich mich durchgerungen, von Hirngespinsten (=schwerlich realisierbaren Reisen) Abstand zu nehmen und ein sicheres Ziel und eine kurze Fahrt anzupeilen, nämlich die Heimatstadt jener Combo:

Ein gediegenes Lied, nebenbei gesagt, paart irgendwie Naivität mit Aggressivität, jedenfalls in meinen unkundigen Hirngängen. Menschen fortgeschrittener Jahrgänge mögen das anders sehen.

Jedenfalls sollte sich meine Vorfreude jetzt auf das Eruieren Leipziger Sehenswürdigkeiten konzentrieren und den Versuch, für einen späteren Zeitpunkt ein Fremdenzimmer im Norden übers Netz zu buchen…

mal sehen, wann das wieder geht. Vielleicht helfen Kuchen und Buch nochmal beim Aufheitern.