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Wie ein Sonnenstrahl für uns alle

Die halbe Welt verfällt in Trauer, denn es ist ein Trauertag heute, so heißt es über den Karfreitag. Mich aber stimmt so schnell nichts mehr traurig, denn ich habe einen Textblock entdeckt, der in solchem Maße herzallerliebst ist, dass nichts Negatives dagegen anstürmen kann.

Es ist eine Antwort von einer Rentnerin namens Ursula auf die an sich eher schlichte Frage, welche Musikgruppen für das diesjährige Stadtwerkefest gewünscht werden.

Ursula wünscht sich Nana Mouskouri und wird dabei philanthropisch bis pathetisch: „Musik und Gesang gehen uns tiefer ins Herz als Worte. […] die jüngere Generation gibt uns Kraft und ist wie ein Sonnenstrahl für uns alle. “

Wie einfach mensch dem erfolgreichen Generationendialog eine Hand reichen kann ! Seltsam nur, dass es andersrum nicht geklappt hat, als ich nämlich den Damen im Seniorentreff mehrfach anbot, ihre Wünsche für ein musikalisches Sommerfest weiterzuleiten, hatten die auch bei mehrfacher Nachfrage keinerlei Wunsch.

Vielleicht ist man als körperlich recht fitte 65- bis 85-jährige einfach nicht mehr auf Eventhilfe angewiesen und kauft sich eh jede gewünschte Konzertkarte ?

Die Umfrageergebnisse jedenfalls sind auf Seite 74 in diesem E-Paper mit Fotos zu sehen. Anklicken und auf die Dame in der Mitte zoomen.

Und dieses Lied fiel mir auch wieder ein, wegen der Aussage von Ursula:

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Wohin mit der Plazenta ?

Ostern naht und damit auch wieder eine Frage, die mich seit über zwei Jahren beschäftigt:

„Wohin mit der Plazenta ?“

Die Stadt ist voller Fruchtbarkeitssymbole und die Böden sind nicht mehr gefroren.

Die Frage mit einem „ach, man kann jetzt eh nicht im Erdreich graben“ verdrängen geht also nicht mehr.

Das liest sich jetzt für Uneingeweihte vermutlich bisher merkwürdig. Es ist auch ein eher ungewöhnliches Problem, scheint mir. Deshalb finde ich auch bislang keine Lösung. Aber: ewig Aufschieben bringt es ja auch nicht.

Ich weiß einfach keinen Garten, von dem ich denken könnte: „Hier wird meine Tochter auch in 15 Jahren noch Zugang haben.“ Aber ich habe noch ihre (oder meine ? wie sagt mensch korrekt ?) Plazenta im Gefrierfach. In einer Art Tupperdose, versiegelt bei -30°.

Ich möchte das Ding nicht essen. (Ja, lacht nicht: das ist durchaus üblich, es gibt gute Gründe dafür, Plazenten zu verspeisen: sie sind das einzige vegane Fleisch und sie sollen sehr nährstoffhaltig sein und gar nicht übel schmecken) Allein bei dem Gedanken wird mir übel, pardon.

An Kosmetikfirmen verkaufen ist nicht mehr üblich, das habe ich recherchiert, die nehmen keine mehr. (Aber vielleicht im Ausland ?! Für den Erlös könnte ein praktikablerer Gegenstand gekauft werden.)

Einfach wegschmeißen bringe ich auch nicht übers Herz. Außerdem würden sich Müllsortierer im Recyclinghof oder Müllwühler der Nachbarschaft vielleicht alarmiert fühlen und einen Neonatizid vermuten und dann bräche ein überflüssiger Polizeieinsatz aus..

Ich bin in einer Zwickmühle. Hätte ich das Stück Glibber damals der Hebamme mitgeben sollen ?
Dann hätte die erst recht gedacht, ich wäre eine kühle, distanzierte Gebärerin. Noch nicht mal den Mutterkuchen behalten wollen, das hätte die esoterische Dame nicht nachvollziehen können.
Außerdem soll die Plazenta beim Rausflutschen geblinkt und gefunkelt haben, sagen Beobachter.

Seufz. In meinem Gefrierschrank ist ein spirituell aufgeladener Glibberbatzen, dessen weitere Verwendung mir verdammt unklar ist. Probleme kann frau haben…

fer Frühling feiert

Mit dieser krampfigen Alliteration möchte ich meine letzten 3 Wochen beschreiben.  Ich war nämlich so gesellig und „outdoor-aktiv“ wie schon lang nicht mehr, in den vergangenen 6 Jahren. Es gab Geburtstage, Ostern, den Kurzzeitjob, es ist wieder Reisezeit und die Zeit der städtischen Festivitäten.

Das alles motivierte mich so weit, dass ich eben gar ein nahezu ungezwungenes Telefonat mit einer Unbekannten führte – ein Wahnsinnsgefühl, was müssen nicht soziophobe Menschen für ein schönes Leben führen – das alles führt aber auch dazu, dass sich ein Rattenschwanz von unerledigten, wenn auch meist selbst auferlegten, Computer- und Schreibaufgaben ansammelt.

Hier als April-Erinnerung ein Photo des offiziellen gewesenen Annie-Osterstraußes:

tulpen mit hase
man beachte den putzigen Hefehasen, den ich vor der Speckitonne rettete.

Passend zu Ostern habe ich mir dieses charmante Buch gekauft:
Es ist für Atheisten quasi das, was „Warum wir kein Tiere essen“ von Ruby Rothfür Vegetarier ist. Meine Kinder sind aber noch zu klein, als dass ich über Reaktionen berichten könnte.

und als April-Ohrwurm habe ich erkoren:
Foyer des Arts- Schleichwege zum Christentum  , ein sehr charmanter und eingängiger Song, von dem ich bis eben gar nicht glauben konnte, dass er schon über 20 Jahre alt ist. Aufgrund dessen finde ich kein Video im Netz. Informationen über die Band aber z.b. hier

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