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Kurskichern

Seit gestern muss ich ständig  kichern. Na, es ist eher ein Dürfen. Wie schön, im Grunde, sich nicht mehr über die missliche Menschheit ärgern zu müssen, sondern kichern zu dürfen.

Manchmal muss ich mir allerdings die Hand vor den Mund halten, damit sich niemand angepisst fühlt, weil er mein Gegrinse vielleicht als Arroganz interpretiert. Und ich stehe ja nicht über den Begrinsten. Ich habe nur nicht genau deren Problem oder Situation, aber in deren Augen bin ich vielleicht ähnlich lächerlich wie:

  • die Büroarbeiterinnen, die mit großem Enthusiasmus versuchen, das Programm zu begreifen und dabei entweder laut ihr Unverständnis artikulieren oder ihre Begeisterung übers Kapieren
  • der weißhaarige Historiendoktor, der für einen dörflichen Geschichtsverein demnächst Druckwerke layouten will, aber mit Computern ein bisschen auf dem Kriegsfuss steht – und außerdem so einen rosa Rucksack trägt, dass spätestens im Gewahren dessen ich kichern musste wie ein Schulkind
  • das abgebrochene, Anschluss suchende Männchen, das neben mir sitzt und für den katholischen Kirchenkreis layouten lernen will – und sich platten Witzen verpflichtet fühlt. Dieses Hilflose tut mir wirklich leid, trotzdem kann ich nicht helfen, sondern sage dann schon auch: „Äh, der Witz ist allerdings auch alt.“ auf solche Versuche von ihm wie: *zur Tastatur weisend* „das ist das neueste Modell. Warum steht dann ALT drauf ?“
  • der Dozent, der auch weißhaarig ist und vielleicht mal ein schöngeistiger Typ war, soweit man das als Exilhamburger kann. Mit den vielen Wortwitzen gelingt es ihm mitunter,  die Runde aufzulockern, also didaktisch ist er schon fit. Trotzdem kriege ich einen seltsamen Gesichtsausdruck, wenn von Menschen namens „Rainer Zufall“ die Rede ist und der Nutzen des bedingten Trennungsstriches mit dem Wort Urinstinkt erklärt wird. („Sie wollen ja nicht im Text Urin-stinkt stehen haben!“)

Alle sind ja in ihrem Kontext stimmig. Das So-Sein und Agieren fühlt sich sicher für jede dieser Personen echt an, aber für den Außenstehenden ist es mitunter lächerlich Klischee erfüllend. Hoch lebe das Schubladisieren !

Ah, und einmal fand ich an mir selbst einen überraschenden Kichergrund: ich trug die Hose  unten umgekrempelt und fand in dem Krempel (?) eine braune Glasscherbe vor. Wie geht das denn ?

Bahnhofsbilder X und XI

Die letzten Bahnhofsbilder sind die mit den Dateinamen, die mit S oder W beginnen.

  • der famose Uelzener Bahnhof, eng aber bunt
  • eine Bahnhofshalle in Wien, wo ich drög gucke, obwohl eigentlich erfreut
  • eine Schmiererei des Wittenberger Bahnhofsklos
  • die nichtige Halle in jener Lutherstadt. Ehrlich, als Touristenstadt sollten die mal was in ihren Bahnhof investieren. Wenigstens einen Kaffeestand oder irgendetwas.


Fürsorge im Dorfe

Da ist Käse

in deinem Nest, mein Spätzchen.

Am besten, du hustest ihn aus.

Und vergiss nicht, den Efeu zu gießen.

Homo homini lupus

Einmal gingen wir durch das ‚Center um die Ecke‘,
da erblickten wir dieses Schaufenster:

„Der Mensch ist des Menschen Wolf. Thomas Hobbes.“, sagte mein Begleiter sogleich. „Leviathan. Muss man kennen.“

Ich erinnerte mich düster. Leviathan, das Wort finde ich ganz hübsch und es gibt auch ein gleichnamiges Akercocke-Lied, das finde ich ganz fetzig. Zudem befand sich ein monströses Bild im Geschichtsbuch, damals in der Schule, das sollte wohl den Leviathan darstellen.
Den Inhalt des Schriftwerkes habe ich jedoch nie nachhaltig kapiert. Es geht da irgendwie um Staatenbildung und den Urzustand des Menschen. Ich halte von solchen Überlegungen nichts. Als ob der „Naturmensch“ grundsätzlich morallos und ungesittet und kannibalistisch und verfressen wäre. Ach, komm.

Da können wir auch gleich über die drei kleinen Schweinchen reden, die vom Wolf ihrer Behausung beraubt werden. Und dann so einen philosophischen Kurzschluss versuchen.
(I) Manche Menschen sind Schweine. (das erfahren wir aus Liedern wie „Männer sind Schweine“ [Die Ärzte] oder „Du musst ein Schwein sein in dieser Welt“ [Die Prinzen] )
(II) Wölfe zerstören Schweinehäuser. (das erfahren wir aus genanntem Märchen)
(III) Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. (das sagt das titelgebende Zitat)
daraus folgt (Konklusion):


Bloß gut, dass das Zitat ursprünglich von hier ist und so geht :

MERCATOR : Fortassis. sed tamen me
numquam hodie induces, ut tibi credam hoc argentum ignoto.
lupus est homo homini, non homo, quom qualis sit non novit.

Also ist nur der Mensch raubtierböse, den man nicht kennt und der einem vielleicht ans Tafelsilber möchte.

Wie erleichternd.

Von Holzwesen bedroht

Im Leben muss mensch sich gegen viele Holzwesen behaupten.

Manche bedrohen einen amöbenhaft:


Andere aggregieren in bekannten Formen, um den Mensch zu erschrecken:


Allen gemein ist, dass sie einen zu Kleinholz verarbeiten wollen, um die Menschen zu assimilieren.

Schläft dann auch noch die Beschützerin, so gibt es keine Rettung.
Schade.

Liebe Genossen: ich weiß auch nicht, was ihr..

Die SPD, ich und der Wandel der Zeit:

(inspiriert von diesem Beitrag.)

als kichernd-reflektierender Juso-Beobachter

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als ratlose Schwangere. "Die Zukunft ... ??"

Reiseoptimismus, zusammenfassend und zurückblickend

Ob in den Bergen oder an der See,
das Wetter, das ist überall.
Der geneigte Urlauber ist angehalten,
stets das Beste daraus zu machen.

Humor ist nützlich in jeder Lebenslage !

Ist es Sonntag und es regnet,
ist der Schirm abwesend und auch die Kapuze ?

Nicht verzagen, kreativ werden..

Ist es Sommer und obszöne Metallfiguren kreuzen den Weg ?
Sind die Begleiter charmant oder sind sie genervt ?
Ist doch alles schnuppe, solange man selbst sich sagt:
Verreisen ist immer ein Anlass, absurd zu agieren !

Charmante Begleiter und Sonne im Gebirge.

Genervte Begleiter und Regen an der See.