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Geben-und-Nehmen-Markt

Nippes loswerden

Am Samstag noch
einen Menschen glücklich gemacht,
der hielt ein Schaf
hoch und frug:
Wieviel

Und eine Dame
nahm meine Dampflok
und die Dame
von der Stadtverwaltung
die mit dem Schaf gefragt war:

Da können Sie mal sehen
wir hier im Osten!
Welches Glück, sagt der Schäfer:
in Heilbronn gibts nur Flohmarkt.

Bahnhofsbilder VIII

Immernoch der Buchstabe L !
Immernoch keine kreativen Texte zu dieser Serie. Aber jetzt ziehe ich sie mal durch, so ein paar wenige Teile kommen noch, dann vielleicht mal witzigere Dinge !

Kaufen Sie diesen Bahnhof zum Preis einer Packung Milch !


Der Mecklenburger ist ein bescheidener character, ihm reicht ein Lübzer und ein Campingstuhl.

Geschenke: Dezembersteigerung

eine MItte-Dezember-Geburtstags-Verpackung, die mir nüchtern gelungen ist

mein nutzlosestes Geschenk, das aber entschuldigt ist.

zu wenig Lebkuchenkram geschenkt bekommen !

... dafür aber insgesamt eine mittelgroße Kiste voller Schoki und Gummitiere


Quantität statt Qualität auch dieses Jahr. 3 Tassen, 1 Trüffelhäufchen, 3 Schnapsflaschen nicht mit auf dem Bild.


ich kann auch mysteriös verpacken, unnüchtern quasi.

und das: nach zwei erhitzten Holzmicheln ausm Tetrapak

Slayers !

Der typische Metalfan schreit ja gern unvermittelt: „Slayer !“ oder gar: „Das Bier ist… Slayer !“
ich bin da schon einen Schritt weiter und rufe lieber stumm: „Slayers !“
— denn ein wenig Merchandise kann einem durchaus das Leben versüßen, soweit es nicht beliebig und kurzlebig, weil nur passiv-trendfolgend ist.

Die Slayers-Serie begeistert mich seit über zehn Jahren, das Mousepad wohl seit acht Jahren und der Aufkleber erfreut mich seit wenigen Wochen jedes Mal beim Hausverlassen und Briefkastengucken….
Vielen Dank nochmal an die edle Spenderin ^__^

KiKaKehlschnitt (am chinesischen Kumpanen)

„Lass uns Freunde sein“ und „Komm spiel mit mir“ stand auf der Verpackung. Die Zielgruppe des KiKaninchen kann freilich noch längst nicht lesen.
Aber die Verpackung binnen vier Tagen zerlegen – was das Kaninchen damit kontert, dass es nach vier Tagen mit der Selbstzersetzung beginnt.
Leider hat das Kind auch schon einen kleinen Fleck am polyestrigen Kaninchenfell angebracht: eine Rückgabe der Spielware kann man folglich vergessen.
Raffinierte Spielzeugfirma ! Raffinierte Öffentliche Fernsehanstalten !
Entwerfen diese blaue mangagestylte Figur, damit sie zunächst ein Frühstücksfernsehen macht, in dem sie mit einem (mir suspekten) Mann Abenteuer in einer Papierschnippselwelt erlebt. Dann machen sie im Laufe des KiKa-Programms massiv Werbung für den Internetauftritt, damit man irgendwann der Versuchung erliegt und mit dem Kind auf dem Schoss vor dem Rechner sitzt – zum Beispiel, um es von einem Trotzanfall abzulenken.
Und als Krönung bieten sie dann für 20 Euro Kaninchenfiguren im Buchladen an. Da geht man vielleicht extra dem Spielzeugladen aus dem Weg, nur um dann beim Bücherbesichtigen mit diesem Fernsehbiest konfrontiert zu werden.
Die 20 Euro setzen sich zum Großteil aus der Lizenzgebühr zusammen, die die Spielzeugfirma (Simba in dem Fall) an die ARD bezahlt. Ein gewisser Teil geht noch in Vermittlungsdienst, Vertrieb, Kommunikation u.ä. Physisch zusammengesetzt werden die Figuren dann in China. Für wahrscheinlich 1 Euro pro Figur. Dass dabei die Verarbeitung nicht mehr sorgfältig geschehen kann, ist vorstellbar. Nun handelt es sich aber nicht um einen Deko-Artikel, den man zwei Monate anguckt und dann wegschmeißt, wie bei den viel gekauften Niedrigpreisartikeln.
Sondern das Biest soll ja, so fordert es einen schließlich auf der Verpackung und bei seiner Internetwiese auf, ein Begleiter zum Spielen sein. Dabei wird es natürlich geknuddelt und gefuddelt.
Darum es ist doch ein Unding, wenn nach vier Tagen die ersten Nähte aufgehen und das Kaninchen ein Loch im Brustfell bekommt.

Mit chirurgischer Präzision hat Frau Panther die Wunde vernäht.

Pia-neko-chan (Melange aus Fiktion und Ernst)


Mehrere Abende hatte Pia schon mit der Suche nach einer neuen, hübscheren Mütze verbracht. Die bisherige war altrosa-grau und immer nur in großer Kältenot getragen wurden.
„In dieser Zeit der großen Produktauswahl kann frau doch nicht einfach irgendeine Mütze tragen“, denkt Pia und sieht sich unter Druck, etwas zu repräsentieren. So eine Kopfbedeckung kann ja viel aussagen. Hat frau z.B. ein Barrett mit einer großen Blume an der Seite auf, so denkt der Betrachter vielleicht: „die Alte wär wohl gern Anais Nin“. Mit einem schwarz-roten Beanie gilt frau schnell als Anarchoschnalle. Vielleicht war der langweilige Strickbeanie vom letzten Jahr doch die richtige Wahl ?

Aber nein, die neue Mütze soll Pia ein buntes Leben suggieren oder wenigstens dem Betrachter vorgaukeln, dass die Trägerin verspielt und lebensfroh sei.* Deshalb würde sich vielleicht eine sogenannte Schapuze eignen. Sind dieses Jahr voll in Mode, diese Kapuzen-Schal-Hybriden.

Pia nennt aber bereits eine große Anzahl von Schals ihr Eigen, das wäre doch blöd, wenn die dann nicht mehr zum Einsatz kommen müssten.
Vielleicht sollte sie Yunus anrufen und fragen, ob er mal rumkommen** und einen Tipp geben möchte. Der sitzt bestimmt eh bloß vorm Rechner und schaut lechzend so Bilder an ..

„Der sollte sich lieber mal mit der realen Welt befassen, Nerd !“, murmelt Pia. In dem Moment kommt die Erleuchtung. Und zwar auf samtigen Pfoten, mit einem geschmeidigen Sprung in ihr Gesicht: „Katzenohren ! Das ist es !“

*Damit keine Zweifel aufkommen: Pia IST lebensfroh, quirlig und verspielt. Aber nicht, wenn die überwältigende Anzahl an Produktvorschlägen ihre Entscheidungsfähigkeit vor große Herausforderungen stellt.
**sie sitzt am Rechner und weiß nicht, welcher DaWanda-Näherin sie den Vorzug geben soll. Bewusst hatte sie sich gegen die asiatischen Massenwaren der Centerläden entschieden, um nun vor der Entscheidung, welche europäische Selberstrickerin ihr etwas schicken soll, fast zu scheitern.

Man kann nicht alles haben. Naaarghh.

Vorhin noch habe ich zu meiner Tochter gesagt: „Man kann nunmal nicht alles haben.“ und sie sagte: „Ja, weiß ich, mein Papa kauft mir schließlich auch nicht das HelloKitty[irgendwas].“

Jetzt wiederum muss ich mich fragen, ob ich das überhaupt selbst inhaltlich verinnelicht habe. Der Anlass ist das:

Ich sah und sagte: „Aaargh, das ist ja noch mehr als beim letzten Mal !“ – beim letzten Mal waren es circa 250 Euro gewesen.

Dann fielen mir Zitate ein alà : „Ebay, das ist doch eh Kommerzkacke!“ (ja schon, aber ich will mich nicht bei 1000 Spartenplattformen anmelden) und ich sah mal auf die Plattform bei der ich die
„Songs for Landeric“ Doppel-Cd immerhin für um die 50 Tacken bekommen hatte (zum Vergleich : bei Amazon bezahlt man im Moment 140). Doch auch da:

Also, über 300, das ist doch wirklich zu happig. Aber: ich brauch es ! Es sind mindestens 3 Lieder drauf (zumal spannende Coverversionen), die nirgends anders auf Tonträger zu haben sind.

Was jetzt ? Was tun ? Das Vogelstraussverfahren anwenden ?

Oder eher eine traditionell-dörfliche Verdrängungsvariante anwenden, sich sechs Grog reinbimsen ?