Posts Tagged ‘ winter ’

Notiz voller Vorurteile

Eine Notiz von neulich, wegen der kyrillischen Buchstaben als Foto.
*ja, das ist schon meine Sonntags-Ausgeh-Schrift
*Geminoid F ist das.
*nein, die Konklusion ist NICHT, dass alle Russinnen Roboterinnen wären.
gemini grün

Haikuversuche aus der 13.Klasse

Bei einem Stadtfest stand ich einst im Rathaus und suchte nach einem bestimmten Ausstellungsraum, da sah ein Mitglied der angereisten Haiku-Gesellschaft meine Verwirrung und man zog mich in die Veranstaltung. Ich war 15 und schwer beeindruckt von dem Kreis gediegener Leute, die dort, gitarrenaufgelockert, Verse vortrugen. Noch nie zuvor (und auch danach eher selten) weilte ich bei so einem dezidiert kulturwilligen Ereignis.
Darum gab ich diesem Silbengefuchtel auch eine Chance, ein paar Jahre später. (das fiel mir jetzt wieder ein, nachdem ja bei dem Emil und Arnold auch darüber geschrieben wurde) Metrisch und inhaltlich sind sie alle schnarch, aber es ist ein Zeitspiegel. Oder sowas. Also :

(I) schneeflocken im glas
japaner im computer
frühabend im advent
(II) glühwein 50 cent
die aula ist überfüllt
auf der treppe skat
(III) verregnete stadt
mit namen boskovice
und judenghetto
(IV) kinder laufen bunt
kaum rebellen dazwischen
fast realschüler
(V) mit mantel durch frost
resigniert, unanimiert
eil ich zur schule
(VI) grau und kulturflach
industrie und grünflächen
kuriose Stadt
(VII) chemie und bergbau
reservierte menschen
so ist meine heimat
(VIII) Norwegische Wälder
finnische Seen
Osteuropa oder Wien

Sylvester unter Tieren

Vielen Dank für die guten Wünsche, ich hoffe ihr hattet alle putzige Gäste. Meinerseits schwofte ich ich lässig mit guten Geistern und komischen Tieren.

Das Polster war voller Geschirr, die kleinen Gäste wurden erwartet:

Mit Porzellan und Glas trank man fröhlich:

Ein Prosit den Dackeln ! (drei im Hintergrund)

Bis dann eine Tischbombe finstere Gesellen in die Bude brachte:

Fliegerasse gelandet..

– das warf einige gute Geister um:

Wer hat den besseren Schutzhut auf ?

und auch unter den Menschlingen brach helle Aufregung aus:

Und am Ende schworen sich alle, das Finstere mit dem Komischen zu vermengen und ein Jahr voller Optimismus und Skeptizismus zu begehen, ein jeder nach seiner Facon.

Geschenke: Dezembersteigerung

eine MItte-Dezember-Geburtstags-Verpackung, die mir nüchtern gelungen ist

mein nutzlosestes Geschenk, das aber entschuldigt ist.

zu wenig Lebkuchenkram geschenkt bekommen !

... dafür aber insgesamt eine mittelgroße Kiste voller Schoki und Gummitiere


Quantität statt Qualität auch dieses Jahr. 3 Tassen, 1 Trüffelhäufchen, 3 Schnapsflaschen nicht mit auf dem Bild.


ich kann auch mysteriös verpacken, unnüchtern quasi.

und das: nach zwei erhitzten Holzmicheln ausm Tetrapak

Besingliche Weihnacht

Mahlzeit !

Pläne für das Restjahr

 --- Ausrasten  --- 
so wie in dem Lied bei Minute 2:24 bis 2:48

Die Kindergeburtstagssaison beginnt

Meine Tochter hat zwei beste Freundinnen und eine kleine Schwester.

Alle vier haben im Dezember Geburtstag.

Dezember – das ist doch dieser Monat, in dem Nikolaus, Adventskalender, Jul, Sylvester und tagelang in Potsdam weilende Ex-Kommilitonen am Start sind..

Wo adventssonntägliche Theater und lebkuchenschwangere Feiern stattfinden, wo diese leuchtend-kommerziell-engen, aber manchmal trotzdem schönen Märkte aller Orten sind..

Wo ich mich bemüßigt fühle, die Wohnung zu dekorieren, Plätzchen zu backen, festliche Gerichte auszuprobieren und….

eigentlich gar keine Zeit, Nerven, Hirnkapazitäten für Kindergeburtstage übrig habe !


Aber es nützt ja nix, wer alles erleben will, muss auch alles irgendwie verkraften können !
Darum : Listen machen, dann von Tag zu Tag und Liste zu Liste leben.

  • Grund geschaffen, freudig aufs neue Jahr anzustoßen – erledigt
  • raffiniert Geburtstag der Jüngeren mit Markt und Adventskalender zusammengelegt – erledigt
  • Saal für Feier der Älteren angemietet – erledigt
  • beschlossen, ein Blech Muffins und eins mit Plätzchen zu backen für den älteren Geburtstag
  • Ex-Kommilitonen eingeladen für Sylvester – erledigt
  • Zugtickets für Striezelmarktreise gebucht – aahhh, das Bloggen lohnt schon, erst jetzt bemerke ich, dass vielleicht Zimmerbuchen auch langsam höchste Eisenbahn wird

Es gibt ja Leute, die jede Woche drei Veranstaltungen ..äh… veranstalten und/oder zu drei kulturellen Highlights gehen. Solche werden mein „Problem“ wohl nur müde belächeln, „Anfängernervosität“ sagen.
Ich aber erinnere mich mit Schaudern an manche Tage des letzten Dezembers, so z.B. den zwischen Weihnachten und Sylvester stattfindenden Geburtstag der einen Freundin. Dort ertrug ich etwa eine Stunde Kindertechno, Mega-Geschrei und Gerenne, ein ständig an mir klebendes und zerrendes Kleinkind, diverse unbekannte Kindseltern und Barbietorten — dann sah ich blinkende Lichtchen, bemerkte diverse Stechen im Brustbereich und floh, Kleinkind unterm Arm, ins andere Stockwerk.
Dieses Jahr will jene Freundin im Indoorspielplatz feiern, wo also noch circa 50 fremde Kinder Schreien, Springen und Heulen.

Aber davor kann ich mich vielleicht drücken, denn ich *hust* habe ja dann Besuch in der Wohnung.
Nicht drücken kann ich mich freilich vor dem Geburtstag der eigenen Tochter. Darum noch:

  • Einladungen gestalten und ausgeben
  • entscheiden, ob Bierbänke oder Klappstühle
  • über Getränke nachdenken
  • Spiele überlegen und Materialien beschaffen
  • sich fragen, ob schlichtes weißes Geschirr legitim ist
  • mich fragen, ob ich lieber Konversation mit fremden, teils mexikanischen Elternteilen führen will oder halbfremde Kinder zu Spielen anstacheln will, dabei irgendwie über den Punkt „ich will das alles nicht, ich stell den Kram auf und verschwinde, aaaahhh“ hinauskommen

Um nicht missverstanden zu werden: ich will das alles (na, fast alles) und sehe es nicht als genuine Belästigung an – und die drumherum-Hektik führt auch hoffentlich dazu, dass mir die eigentlichen Weihnachtsfeiertage als grandiose Verschnaufpause erscheinen.